ARTE
ARTE So. 29.03.
Doku
Weder klassische Schönheit à la Elizabeth Taylor noch Sexappeal einer Marilyn Monroe ? Shirley MacLaine überzeugte mit einer extrovertierten, die Konventionen herausfordernden Natürlichkeit, die vielen Menschen zum Vorbild wurde. ARTE F

Shirley MacLaine - Mit Haut und Haar Entertainerin

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • F 2025
  • 53'
Künstlerinnenporträt Mit markantem Kurzhaarschnitt und ausdrucksstarker Mimik eroberte Shirley MacLaine spätestens in den 1960ern mit den Billy-Wilder-Komödien "Das Appartement" und "Das Mädchen Irma la Douce" das internationale Kinopublikum. Mit einer Karriere von mehr als 70 Jahren zählt sie zu den ungewöhnlichsten Persönlichkeiten Hollywoods. Mit starkem Willen und eiserner Disziplin hat sie sich immer wieder neu erfunden - vom "Mädchen von nebenan" bis zur exzentrischen Lady. Sie beweist, dass es für jedes Alter und jeden Typ passende Rollen gibt.

Inhalt

In jungen Jahren war sie weder eine klassische Schönheit à la Elizabeth Taylor, noch hatte sie das Sexappeal einer Marilyn Monroe: Stattdessen überzeugte Shirley MacLaine zunächst als das sympathische "Mädchen von nebenan", das mit Charme und Natürlichkeit in bittersüßen Komödien das Publikum begeisterte. Begonnen hat diese mehr als 70 Jahre andauernde Karriere 1955 mit Hitchcocks Film "Immer Ärger mit Harry". Drei Jahre später, in "Verdammt sind sie alle", verlässt sie als rührend-naive Kindfrau Ginny das Komödienfach und erhält ihre erste Oscar-Nominierung sowie einen Golden Globe als "Vielseitigste Darstellerin". In den 1960ern feiert sie weltweit ihren Durchbruch mit zwei unvergesslichen Komödien von Billy Wilder: An der Seite von Jack Lemmon ist sie Miss Kubelik in "Das Appartement" und das Mädchen Irma la Douce im gleichnamigen Film. Und wieder folgen zwei Oscar-Nominierungen. Die Trophäe hält sie bei der fünften Nominierung schließlich in der Hand, als sie sich gegen ihre Filmpartnerin Debra Winger in "Zeit der Zärtlichkeit" (1983) durchsetzt. Hinter der augenscheinlichen Einfachheit und Leichtigkeit ihres Spiels verbergen sich eiserne Disziplin und ein unerschütterlicher Wille - Eigenschaften, die ihren außergewöhnlichen Erfolg erklären. Während viele Kolleginnen ihrer Generation längst in Vergessenheit geraten sind, feiert MacLaine seit mehr als 70 Jahren ein Comeback nach dem anderen - mit viel Geduld, Erfindungsgeist und Selbstironie. Ihr anhaltender Einfluss auf die Filmbranche ist einzigartig. Ob als quirlige junge Frau oder als exzentrische Dame jenseits der 90: Die überzeugte Anhängerin esoterischer New-Age-Spiritualität wusste sich immer wieder neu zu erfinden und zeigt, dass es für jede Lebensphase und jeden Charakter passende Rollen gibt. Gerade heutzutage, wenn das Frauenbild im Film und die vermeintliche Altersgrenze um die 50 für Schauspielerinnen zunehmend kritisch hinterfragt werden, wirkt ihr Werdegang wie ein frischer Gegenentwurf. Mit Archivmaterial und zahlreichen Filmausschnitten zeichnet diese Dokumentation das Porträt einer herzerwärmend frischen, extrovertierten Persönlichkeit, die mit einer unverwüstlichen Lebensenergie gegen alle Konventionen antrat und antritt - und dabei vielen Menschen zum Vorbild wurde.

Sendungsinfos

Regie: Jean Lauritano Untertitel, Stereo
Sender auswählen

Jetzt in der Senderleiste auf klicken.

Gelesen
Seite merken

Lesezeichen für tvheute.at erstellen:
Jetzt in der Symbolleiste auf klicken.

Gelesen
Sender navigieren
links | rechts
WISCHEN