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MDR Mi. 11.02.
Doku
Polizei und Steuerfahndung gehen mit Razzien in Chemnitz gegen die Geschäfte der Familie Goman vor - hier eine Razzia wegen Geldwäsche im Januar 2025 MDR
Polizei und Steuerfahndung gehen mit Razzien in Chemnitz gegen die Geschäfte der Familie Goman vor - hier eine Razzia wegen Geldwäsche im Januar 2025 MDR
Die Großfamilie Goman hat inzwischen mehr als ein Duzend Immobilien in Chemnitz erworben - zum Teil mehrere in einer Straße MDR
Mit solchen Flyern wirbt die Familie für Dienstleistungen und Gold/Pelzankauf. Sie liegen Tageszeitungen und Wochenblättern bei. MDR/Nadja Malak

Luxus durch Betrug

Die Goman-Familie auf Beutezug im Osten

  • 30'
Dokumentation

Inhalt

Steinreinigung, Gartenservice oder der Ankauf von Gold und Pelzen: All das sind scheinbare Dienstleistungen, mit denen eine Großfamilie in Deutschland im großen Stil Menschen abzocken soll. Die polnisch-stämmige Goman-Familie ist bundesweit tätig, verdient mit ihren "Geschäften" Millionen und prahlt mit einem luxuriösen Lebensstil in sozialen Netzwerken. Ursprünglich hatten sie sich in Leverkusen niedergelassen. Dort haben sie die Fahnder schon länger im Visier, auch wegen Sozialbetruges. Nach Recherchen von MDR Investigativ ist ein Teil der Familie nun nach Ostdeutschland ausgewichen. Inzwischen gab es erste Verurteilungen wegen Betruges in Halle. In Chemnitz sollen die Gomans und ihre Strohmänner zum Beispiel Immobilien erworben haben. Dort fanden bereits Razzien statt und derzeit laufen zwei große Ermittlungsverfahren gegen Mitglieder der Familie Goman in Sachsen. Auch die Verbraucherzentralen warnen vor den Betrügern, die immer wieder mit Flyern und Anzeigen für Goldankauf werben. Wie diese Masche genau funktioniert, hat ein Reporter-Team mit versteckter Kamera gedreht. "Exactly"-Autorin Nadja Malak zeigt dabei, wie schnell Menschen in einem temporären Geschäft für Goldankauf über den Tisch gezogen werden. Für eine 5.000 € teure Schweizer Luxusuhr beispielsweise wollten die Händler nur rund 1.200 € zahlen. Allerdings ist gerade diese Art von Betrug schwer nachzuweisen und wird viel zu selten angezeigt. Die Anzeigenquote liegt derzeit bei gerade mal bei 15 Prozent. Und so können die Betrüger weiter im großen Stil agieren.

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