No. 298
Ausgabe #298 Cover

1938 – Der „Anschluss“: ORF präsentierte TV-Schwerpunkt

Dokumentationen, Filme, Diskussionen und Live-Specials im März 2018: 1938 – das Jahr des Einmarsches von NS-Truppen in Österreich, das Jahr des „Anschlusses“ an Hitler-Deutschland: Zum 80. Jahrestag der Auslöschung Österreichs zeigt der ORF im März 2018 einen umfangreichen, erstmals die historischen Ereignisse möglichst in „real time“ abbildenden TV-Programmschwerpunkt mit Dokumentationen, Filmen und Diskussionen sowie zwei „Menschen & Mächte“-Live-Specials aus dem Newsroom, die die Geschehnisse vor 80 Jahren sowohl aus österreichischer als auch aus internationaler Perspektive zeitgetreu wiedergeben.

Am 10. März analysieren die neun Landesstudios ab 17.05 Uhr in ORF 2 die Geschichte ihres Bundeslandes zwischen 1918 und 1938, die regionalen Motive, die in diesem Zeitraum vom Neusiedler See bis zum Bodensee den Zulauf zu den Nationalsozialisten beförderten und schließlich zum „Anschluss“ führten. Die Ereignisse vom 11. auf den 12. März 1938 stehen im Mittelpunkt der zweiten Sondersendung, in der am 12. März um 20.15 Uhr folgenden Fragen nachgegangen wird: Wieso kam Österreich kein europäischer Staat zu Hilfe, wie reagierten Paris, London, Washington und Moskau auf den Einmarsch deutscher Truppen? Antworten und Analysen kommen u. a. von Hannelore Veit (Washington), Carola Schneider (Moskau), Eva Twaroch (Paris) und Roland Adrowitzer (London). In einer „ZiB History“-Spezialausgabe sendet ORF 2 am Sonntag, dem 11. März, um 19.47 Uhr – zeitgleich mit ihrem historischen Beginn – die wichtigsten Ausschnitte der berühmten Abschiedsrede von Bundeskanzler Kurt Schuschnigg, „Gott schütze Österreich“. Auch „IM ZENTRUM“ widmet sich dem 80. Jahrestag des „Anschlusses". Am 15. März 2018 jährt sich die „Anschluss“-Rede von Adolf Hitler am Heldenplatz zum 80. Mal. Die „ZiB 2 History“ kommt um 22.30 Uhr live vom Heldenplatz. „Menschen & Mächte“ präsentiert vier Neuproduktionen – „Trauma, Träume und Tragödien – Ein Friedensvertrag und seine Folgen“ (8. März) von Andreas Novak, „Kurt Schuschnigg – Katholisch, diktatorisch, amerikanisch“ (9. März, Regie: Andreas Novak und Gregor Stuhlpfarrer), „Der längste Tag – 18 Stunden, die Österreichs Schicksal entscheiden“ (11. März) von Gerhard Jelinek und „Heldenplatz – Heldenbilder“ (15. März) von Robert Gokl. Zudem stehen die „kreuz und quer‘“-Dokumentation „Grüß Gott und Heil Hitler – Kirche unter dem Hakenkreuz“ mit anschließender Diskussion über die Rolle Österreichs als Opfer und Täter (13. März), der Dokumentarfilm „Der Mann, der zweimal starb“ des israelischen Filmemachers Yair Lev („dok.film“, 11. März) und der „Universum History“-Zweiteiler „Auf der Suche nach Hitlers Volk“ (9. und 16. März) auf dem Programm von ORF 2. Neben der Live-Übertragung des Gedenkakts zum 80. Jahrestag des 12. März 1938 aus dem Zeremoniensaal der Wiener Hofburg setzt am 12. März auch der „kulturMontag“ einen Sendungsschwerpunkt zum Thema 1938 und berichtet u. a. über die künstlerische Klanginstallation am Heldenplatz, die im Rahmen der Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag des „Anschlusses“ Österreichs an Nazi-Deutschland eingeweiht wird. Weiters präsentiert die Sendung unveröffentlichte Amateurfilmaufnahmen von 1938, zu denen Zeitzeugen aus dem Kunst- und Kulturbereich zu Wort kommen. Thema im „kulturMontag“ ist auch „Die Flucht der Dichter und Denker – Wie Europas Künstler und Wissenschafter den Nazis entkamen“, ebenso der vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierte Eröffnungsfilm der diesjährigen Diagonale: „Murer – Anatomie eines Prozesses“ von Christian Frosch über einen der größten Justizskandale der Zweiten Republik: den Fall Franz Murer. Ein weiterer Bericht ist der „Neinstimme von Altaussee“ gewidmet. ORF eins zeigt am 21. März ab 20.15 Uhr die „DOKeins“-Produktionen „Schluss mit Schuld – Was der Holocaust mit mir zu tun hat“ mit Lisa Gadenstätter und „‚Heil Hitler, Herr Lehrer‘ – Jugend unterm Hakenkreuz“ sowie Dennis Gansels Film „Die Welle“. Die ORF-Premieren der Historiendramen „Elser – Er hätte die Welt verändert“ (Regie: Oliver Hirschbiegel, 14. März) mit Christian Friedel in der Titelrolle und „Im Labyrinth des Schweigens“ (Regie: Giulio Ricciarelli 16. März) mit Johannes Krisch und Gert Voss sowie Filmklassiker wie Franz Antels „Der Bockerer“ (10. März), Wolfgang Glücks „38 – Auch das war Wien“ (13. März) ergänzen das umfangreiche Programmangebot.

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