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rbb Do.. 23.01.
Film

Verleugnung

David Irving (Timothy Spall) wehrt sich gegen den Vorwurf als Holocaust-Leugner. rbb/ARD Degeto/2016 Bleecker Street
David Irving (Timothy Spall) sorgt mit seiner Meinung zum Holocaust für Aufsehen. rbb/ARD Degeto/2016 Bleecker Street
Die Professorin Deborah E. Lipstadt (Rachel Weisz) bezichtigt einen Holocaust-Leugner als Lügner. rbb/ARD Degeto/2016 Bleecker Street

Drama GB, USA 2016, 101′ - mit Rachel Weisz, Tom Wilkinson, Timothy Spall, Andrew Scott, Jack Lowden, Caren Pistorius, Alex Jennings

Kurzbeschreibung

Die Professorin Deborah Lipstadt bezichtigt den britischen Historiker David Irving der Lüge, weil sich dieser vehement weigert, den im Zweiten Weltkrieg von den Nationalsozialisten verübten Holocaust als geschichtliche Tatsache anzuerkennen. Dieser wiederum verklagt Lipstadt wegen Verleumdung. Nach britischem Recht heißt dies für Lipstadt: Sie muss den Holocaust juristisch nachweisen.

Inhalt

Deborah Lipstadt, Professorin für Jüdische Zeitgeschichte an der Emory University in Atlanta, sieht sich mit einem brisanten Gerichtsverfahren konfrontiert: In einer ihrer Publikationen bezichtigte sie den britischen Historiker David Irving der Lüge, weil sich dieser vehement weigert, den im Zweiten Weltkrieg von den Nationalsozialisten verübten Holocaust als geschichtliche Tatsache anzuerkennen. Irving kontert diese Provokation auf seine Weise: Er verklagt Lipstadt wegen Rufschädigung und schwört einen Verleumdungsprozess herauf, bei dem die Angeklagte nach britischem Strafrecht dazu verpflichtet ist, ihre Sicht der Dinge unter Beweis zu stellen. Für die amerikanische Professorin bedeutet dies im Klartext, dass sie die historische Nachweisbarkeit der Judenvernichtung faktisch belegen muss. Unter dem Druck der Beweislast engagiert Lipstadt ein erfahrenes Verteidigerteam angeführt von dem undurchschaubaren, aber mit allen Wassern gewaschenen Anwalt Richard Rampton, dessen eigenwillige Herangehensweise an den diffizilen Fall bei seiner Auftraggeberin nicht immer auf Gegenliebe stößt. Rampton und seine Kollegen versuchen mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, Irvings Hauptargumente außer Kraft zu setzen, während das unliebsame Justizspektakel eine kontrovers diskutierte Eigendynamik entwickelt.

Hintergrund

Basierend auf "History on Trial. My Day In Court With David Irving" von Deborah E. Lipstadt Vier Jahre, von 1996 bis 2000, dauerte der Verleumdungsprozess, den der britische Historiker und Holocaustleugner David Irving gegen die amerikanische Professorin Deborah E. Lipstadt angezettelt hatte. Heraus kam ein denkwürdiger Sieg für Meinungsfreiheit und Gerechtigkeit kontra Geschichtsfälschung und Fanatismus. Regisseur Mick Jackson ("Bodyguard") und der preisgekrönte Drehbuchautor und Dramatiker David Hare ("Wetherby", "Der Vorleser") machten aus dem brisanten Fall hochkarätiges, engagiertes Schauspielkino, bei dem die Hauptdarsteller Rachel Weisz (Oscar-Preisträgerin für ihre Rolle in "Der ewige Gärtner"), Timothy Spall (Gewinner der Goldenen Palme von Cannes für die Hauptrolle in "Mr. Turner - Meister des Lichts") und Tom Wilkinson (Oscar-nominiert für seine Rolle in "Michael Clayton") mit herausragenden Leistungen glänzen.

Sendungsinfos

Darsteller: Rachel Weisz, Tom Wilkinson, Timothy Spall, Andrew Scott, Jack Lowden, Caren Pistorius, Alex Jennings, Mark Gatiss Regie: Mick Jackson Drehbuch: David Hare Musik: Howard Shore Kamera: Haris Zambarloukos Untertitel, Hörfilm, Stereo, Dolby
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