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WDR Fr. 20.02.
Doku
Rolly Brings, kölscher Liedermacher und Vater der Brüder Peter und Stephan Brings, erzählt im Film seine Fordgeschichte. Er begann in den 60ern dort eine Lehre als Maschinenschlosser und finanzierte später sein Lehramtsstudium mit der Arbeit im Werk. - Rolly Brings in der Ford-Werkstatt. WDR/Broadview/Till Vielrose
Ein Ford Modell T, auch Tin Lizzy genannt, aus dem Jahr 1913, hergestellt in den Ford Werken in Köln. Diese Modell war das erste in Großserie gebaute Automobil. WDR/picturealliance/dpa
2. Oktober 1930, Köln: Henry Ford bei der Grundsteinlegung für das Ford-Werk in Köln-Niehl. WDR/picture-alliance/akg-images
Die Familie von Alpin Harrenkamp kam in den 60ern nach Köln. Ihr Vater Metin, wie viele türkische Arbeiter, fing zunächst am Band bei Ford an. Später schrieb er Lieder über die Arbeit im Werk und das Leben in Köln, veröffentlichte 13 Alben und wurde zur "Stimme der türkischen Arbeiter in Deutschland WDR/Broadview/Björn Schneider
Der letzte Fiesta: Ali Riza Ceylan hat mit all seinen Kollegen auf dem letzten Fiesta, der bei Ford in Köln vom Band lief, unterschrieben. 40 Jahre lang hat er dieses Auto gebaut. WDR/Broadview/Till Vielrose
Wie kaum ein anderes Unternehmen hat Ford die Stadt Köln geprägt. Seit Eröffnung des Ford-Werkes in Köln-Niehl 1931 sind Stadt und Werk untrennbar miteinander verbunden. Die neue WDR Dokumentation zeigt in eindrucksvollen Bildern und Geschichten, wie aus einer amerikanischen Automobilidee ein Herzst WDR/Karsten Schöne
Das Werk "Goldener Vogel" (vergoldeter Ford Fiesta) des Künstlers HA Schult steht auf dem Kölnischen Stadtmuseum in Sichtweite des Doms. WDR/dpa/Jörg Carstensen
Fahrzeuge vom Typ Ford Fiesta fahren am Fließband durch die Werkhalle. (Archivfoto, 2018) WDR/dpa/Oliver Berg
Die Dokumentation blickt aber auch zurück auf den ersten Arbeitskampf in der Ford-Geschichte: 1973 protestierten vor allem türkische Arbeiterinnen und Arbeiter für bessere Arbeitsbedingungen und besseren Lohn. Auslöser war die fristlose Entlassung von 300 Arbeitern, die verspätet aus dem Jahresurlau WDR/picturealliance/imageBROKER
Mitarbeiter bei der Fließbandfertigung im Ford-Stammwerk Köln Niehl im Jahre 1931. WDR/picturealliance/dpa

Ford in Köln - Die Stadt und ihr Werk

  • 45'
Dokumentation

Inhalt

Wie kaum ein anderes Unternehmen hat Ford die Stadt Köln geprägt. Seit Eröffnung des Ford-Werkes in Köln-Niehl 1931 sind Stadt und Köln untrennbar miteinander verbunden. Die neue WDR Dokumentation zeigt in eindrucksvollen Bildern und Geschichten, wie aus einer amerikanischen Automobilidee ein Herzstück der deutschen Industriegeschichte wurde. Der Film blickt zurück auf die Anfänge unter Henry Ford, auf Innovationen und legendäre Modelle, auf Erfolge und Niedergang des Kölner Werks. Doch im Mittelpunkt stehen vor allem die Menschen bei Ford: die Arbeiterinnen und Arbeiter, die aus vielen Ländern P- vor allem aus der Türkei und aus Italien - nach Köln kamen, um bei Ford anzufangen. Sie haben mit ihrer Lebensart und Kultur die Stadt geprägt. Menschen wie Alpin Harrenkamp, deren Familie in den 60ern nach Köln kam, wo ihr Vater Metin, wie viele türkische Arbeiter, zunächst am Band bei Ford anfing. Später schrieb er Lieder über die Arbeit im Werk und das Leben in Köln, veröffentlichte 13 Alben und wurde zur "Stimme der türkischen Arbeiter in Deutschland". Seine Tochter Alpin arbeitet heute in der Personalentwicklung bei Ford. Auch Rolly Brings, kölscher Liedermacher und Vater der Brüder Peter und Stephan Brings, erzählt im Film seine Fordgeschichte. Er begann in den 60ern dort eine Lehre als Maschinenschlosser und finanzierte später sein Lehramtsstudium mit der Arbeit im Werk. Über seine Arbeit bei Ford sagt er: "Also ich habe Ford erlebt, das war ein, ein Babel, ein Sprachenbabel war das, ja. Es war eine wunderbare Philharmonie, eine Symphonie von Sprachen." Die Dokumentation blickt aber auch zurück auf den ersten Arbeitskampf in der Ford-Geschichte: 1973 protestierten vor allem türkische Arbeiterinnen und Arbeiter für bessere Arbeitsbedingungen und besseren Lohn. Auslöser war die fristlose Entlassung von 300 Arbeitern, die verspätet aus dem Jahresurlaub zurückgekehrt waren - was Ford bisher angesichts der weiten Autoreise in die Türkei geduldet und den Ausfall durch Zusatzschichten hatte kompensieren lassen. Der Film, der von BROADVIEW TV produziert wurde, erzählt von fliegenden Fiestas, Karneval und "Ford"-Familien, die seit Generationen mit dem Werk oder den dort gebauten Autos verbunden sind. Doch wie lange wird die Geschichte von "Ford in Köln" noch andauern? Das Unternehmen steckt tief in der Krise, denn die neuen großen E-Modelle, die nun in Köln gebaut werden, verkaufen sich in Deutschland schlecht.

Sendungsinfos

Von: Franziska Rempe, Lukas Hoffmann Redaktion: Monika Pohl Untertitel, Hörfilm, Stereo
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