ARTE Mediathek Sa, 24.07.

Salz - je weniger, desto besser?

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Salz - je weniger, desto besser?

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Dokumentation

Die Dokumentation begibt sich auf die Suche nach Antworten in der Debatte um den Nutzen und die Gefahren von Natriumchlorid bzw. dem sogenannten Tafelsalz. Dafür werden unter anderem die komplexen Wechselwirkungen im menschlichen Körper anschaulich erklärt. Außerdem wird ein Blick in verschiedenste Küchen und Labore geworfen – und neben Wissenschaftlern kommen zum Beispiel auch Salzproduzenten zu Wort.Dabei stellen sich die Dogmen, die sich seit den 70er Jahren hartnäckig gehalten haben, als Irrglaube heraus: Es gilt zwar als erwiesen, dass ein Salzkonsum von mehr als zwölf Gramm pro Tag schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben kann, da er den Blutdruck erhöht und somit häufig zur Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beiträgt. Gleichzeitig steht jedoch auch fest, dass vier Gramm, also etwa ein Teelöffel Salz pro Tag, für den menschlichen Organismus absolut notwendig sind, um zum Beispiel die Reizübertragung im Nervensystem, die Muskelkontraktion, die Nierenfunktion und auch die Regulierung des Blutdrucks und des Wasserhaushalts zu sichern. Daher kann eine radikale Reduzierung der Salzzufuhr sogar gesundheitsschädigend sein, wie der Kardiologe Clyde Yancy erklärt.Eine internationale Studie mit fast 94.000 Teilnehmern hat gezeigt, dass erst ab einer Menge von mehr als fünf Gramm Salz pro Tag mit negativen Folgen für das Herz-Kreislauf-System gerechnet werden muss. Eine zu geringe Salzzufuhr kann hingegen eine möglicherweise tödliche Hormonantwort auslösen. Laut dem Mediziner Peter Lin führt eine salzreiche Ernährung außerdem nicht in allen Fällen zu Wassereinlagerungen und Bluthochdruck, denn im Schnitt reagiert nur jeder Vierte salzsensitiv.2011 führte der deutsche Wissenschaftler Jens Marc Titze anlässlich einer Simulation eines Fluges auf den Mars eine Studie durch, in der er die Ernährung der Raumschiffcrew untersuchte und die genauen Mengen des zugeführten und ausgeschiedenen Natriumchlorids ermittelte. Er und sein Team stellten dabei fest, dass der menschliche Körper – entgegen der bislang verbreiteten Annahme – Salz sehr wohl speichern kann. Im Rahmen einer weiteren Studie versucht Titze nun, mit Hilfe von modifizierten MRT-Geräten Salzeinlagerungen im Körper zu lokalisieren und ihre Funktion zu verstehen. Nierenspezialist Matthew Bailey vertritt die Theorie, dass der hohe Salzbedarf des Menschen womöglich daher rührt, dass schon unsere Evolution in salziger Umgebung begonnen hat: im Meer.
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Unser Trinkwasser

Unser Trinkwasser - Versiegt die Quelle?

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TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Sa 24.07.

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49:55
Salz - je weniger, desto besser? DOKUMENTATION, CDN 2020
Die Dokumentation begibt sich auf die Suche nach Antworten in der Debatte um den Nutzen und die Gefahren von Natriumchlorid bzw. dem sogenannten Tafelsalz. Dafür werden unter anderem die komplexen Wechselwirkungen im menschlichen Körper anschaulich erklärt. Außerdem wird ein Blick in verschiedenste Küchen und Labore geworfen – und neben Wissenschaftlern kommen zum Beispiel auch Salzproduzenten zu Wort.Dabei stellen sich die Dogmen, die sich seit den 70er Jahren hartnäckig gehalten haben, als Irrglaube heraus: Es gilt zwar als erwiesen, dass ein Salzkonsum von mehr als zwölf Gramm pro Tag schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben kann, da er den Blutdruck erhöht und somit häufig zur Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beiträgt. Gleichzeitig steht jedoch auch fest, dass vier Gramm, also etwa ein Teelöffel Salz pro Tag, für den menschlichen Organismus absolut notwendig sind, um zum Beispiel die Reizübertragung im Nervensystem, die Muskelkontraktion, die Nierenfunktion und auch die Regulierung des Blutdrucks und des Wasserhaushalts zu sichern. Daher kann eine radikale Reduzierung der Salzzufuhr sogar gesundheitsschädigend sein, wie der Kardiologe Clyde Yancy erklärt.Eine internationale Studie mit fast 94.000 Teilnehmern hat gezeigt, dass erst ab einer Menge von mehr als fünf Gramm Salz pro Tag mit negativen Folgen für das Herz-Kreislauf-System gerechnet werden muss. Eine zu geringe Salzzufuhr kann hingegen eine möglicherweise tödliche Hormonantwort auslösen. Laut dem Mediziner Peter Lin führt eine salzreiche Ernährung außerdem nicht in allen Fällen zu Wassereinlagerungen und Bluthochdruck, denn im Schnitt reagiert nur jeder Vierte salzsensitiv.2011 führte der deutsche Wissenschaftler Jens Marc Titze anlässlich einer Simulation eines Fluges auf den Mars eine Studie durch, in der er die Ernährung der Raumschiffcrew untersuchte und die genauen Mengen des zugeführten und ausgeschiedenen Natriumchlorids ermittelte. Er und sein Team stellten dabei fest, dass der menschliche Körper – entgegen der bislang verbreiteten Annahme – Salz sehr wohl speichern kann. Im Rahmen einer weiteren Studie versucht Titze nun, mit Hilfe von modifizierten MRT-Geräten Salzeinlagerungen im Körper zu lokalisieren und ihre Funktion zu verstehen. Nierenspezialist Matthew Bailey vertritt die Theorie, dass der hohe Salzbedarf des Menschen womöglich daher rührt, dass schon unsere Evolution in salziger Umgebung begonnen hat: im Meer.
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51:53
Unser Trinkwasser NATUR UND UMWELT Versiegt die Quelle?, D 2021
Der Anteil an Süßwasser auf unserem blauen Planeten ist verschwindend gering. Das meiste Wasser, 96,5 Prozent, ist Salzwasser in unseren Ozeanen. Weder für Menschen noch für die Landwirtschaft ohne weiteres nutzbar. Der kleine Anteil von 3,5 Prozent Süßwasser ist derzeit hauptsächlich als Eis oder Schnee gespeichert. Nur 0,3 Prozent der Gesamtwassermenge unseres Planeten sind für den Menschen als Süßwasser zugänglich. Und auch diese kostbare Ressource beginnt gefährlich zu schrumpfen, denn die natürlichen Wasserspeicher sind durch den Klimawandel aus dem Gleichgewicht geraten.„Unser Trinkwasser - Versiegt die Quelle?“ verfolgt Forschungsprojekte, die dennoch Hoffnung machen. Die Natur und jahrtausendealtes Wissen geben den Forschenden neue Anstöße für eine der drängendsten Fragen der Gegenwart: Wie stillen wir den Durst der Menschheit? Die Dokumentation unternimmt eine Reise zu den tauenden Schweizer Alpengletschern, die Rhône und Rhein mit Schmelzwasser versorgen. Auch die Flussauen und die Deltas spielen eine wichtige Rolle als Wasserspeicher, ebenso wie die Moorlandschaften, mit deren Renaturierung gute Ergebnisse erzielt werden.Doch es ist auch eine Reise in die Vergangenheit. Kann das alte Wissen der Inka heute noch Perus Wüstenhauptstadt Lima helfen? Könnten die stillgelegten römischen Zisternen Maltas ein Pfeiler für die heutige Wasserversorgung der Insel sein? Und welche Aufgabe hat Deutschlands größtes Forschungsschiff bei der Suche nach möglichen neuen Wasserquellen?
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