ARTE
ARTE Fr. 28.03.
Doku
"?Ohne Kapern stirbt die Insel?", sagt der Landwirt Giacomo Bonomo. RB
Im Hafen von Pantelleria liegen die typischen Boote der Insel, die Lance Pantesche. RB
Pietro Di Malta ist Steinmetz und baut die typischen Steinmauern der Insel. RB
Die traditionellen Häuser der Insel heißen Dammusi. Ihr Kennzeichen ist das Gewölbedach. RB
Giorgia De Pasquale kümmert sich um den Erhalt des landwirtschaftlichen Erbes der Insel. RB
Eine Besonderheit dieser Insel ist der Specchio di Venere ("Spiegel der Venus"), ein Vulkansee, der von bis zu 50 Grad heißen Quellen gespeist wird. RB

Inseln Italiens

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Pantelleria

  • D 2021
  • 43'
Landschaftsbild Die Vulkaninsel Pantelleria liegt zwischen Sizilien und Tunesien und wird wegen ihrer Schönheit auch die "schwarze Perle des Mittelmeers" genannt. Alles scheint sich auf der Insel vor den Winden zu ducken: Olivenbäume, Weinstöcke und die Häuser - die sogenannten Dammusi, die mit dunklem Lavastein gebaut werden und ein weißes Kuppeldach haben; ein Erbe der Araber, die im Mittelalter die Insel besiedelten. Sie nannten Pantelleria auch einst die "Tochter des Windes", da der kalte Mistral und der heiße Scirocco hier abwechselnd über die Insel hinwegfegen und das Eiland prägen.

Inhalt

Pantelleria ist ein schlafender Vulkan, wobei der letzte Ausbruch schon weit zurückliegt. Aber es dampft, brodelt und blubbert immer noch überall auf der Insel. Die Insel ist Italiens nächstgelegenes Stück Erde zu Afrika. Die hier siedelnden Araber nannten die Insel einst die "Tochter des Windes". Die Bezeichnung kommt nicht von ungefähr, fegen doch der kalte Mistral und der heiße Scirocco abwechselnd über Pantelleria hinweg. Die Gärten, nicht selten in Terrassen angelegt, schützen die knapp 8.000 Bewohner mit Mauern aus Lavagestein. Viele davon hat Pietro Di Malta gebaut. Sein Vorname ist Familientradition und ganz bewusst gewählt: "pietra" bedeutet Stein. Das eine ist sein angeborenes Talent, wie er es beschreibt, das Apnoetauchen und die Harpunenjagd sind seine Leidenschaften. Er ist vor den Klippen der Insel regelmäßig auf der Jagd nach den typischen Mittelmeerfischen. Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Pantelleria ist der Specchio di Venere, der "Spiegel der Venus". Dieser nach Schwefel riechende, türkisfarbene Binnensee ist vor 16.000 Jahren entstanden, als ein großer Bereich eines Vulkans in sich zusammenstürzte. An vielen Stellen quillt Schwefelwasser mit einer Temperatur von bis zu 50 Grad Celsius aus dem Grund heraus. Beliebt ist der See vor allem für Schlammbäder. Pantellerias Küsten bieten steile Klippen und vom Wind gepeitschte Natur. Nichts, was die meisten Touristen anzieht. Die, die auf die Insel kommen, wollen Geschichte und Natur pur.

Sendungsinfos

Regie: Katja Runge Untertitel, Stereo
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