TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.
Kreativität ist ein Lebenselixier und eine Lebensnotwendigkeit: Sie ermöglicht es Kindern und Jugendlichen, neue Lösungen für Probleme zu finden und sich an die zahlreichen Veränderungen anzupassen, denen sie im Laufe ihrer Entwicklung begegnen. "Kids" begleitet Kinder und Teenager bei kreativen Prozessen und ergänzt ihre subjektiven Eindrücke mit Erkenntnissen aus der Kreativitätsforschung, Psychologie und Neurowissenschaft: Warum ist die Entwicklung der Vorstellungskraft wichtig für soziale Fähigkeiten? Wie kann man kreatives Denken fördern? Und wie unterscheidet sich Kreativität von Fantasie?
Die Zeit ist eines der größten Rätsel unseres Lebens. Sie vergeht für alle gleich und doch erlebt sie jeder anders. Mal vergehen die Tage wie im Flug, mal scheint die Zeit still zu stehen. Wie kommt diese Wahrnehmung zustande? Und was passiert, wenn unser Zeitgefühl aus dem Takt gerät? In zum Teil extremen Experimenten kommt die Forschung diesen Phänomenen immer näher. Emotionen, besondere Erlebnisse, Isolation, Stress oder Erinnerungen scheinen unsere Wahrnehmung von Zeit zu verändern. Können wir dieses Wissen nutzen, um unser Zeitempfinden bewusst zu steuern - und so noch intensiver zu leben?
Wie kann Kunst aus dem ethnologischen Kontext ehemaliger Kolonialherren befreit werden? Und wie kann sie zum Bestandteil der eigenen Kulturgeschichte gemacht werden? Diesen Fragen geht die Doku "Afrikas Neue Museen - Koloniales Erbe in Dakar" nach.
Das Théodore Monod Museum of African Art in Dakar stammt aus den Zeiten der französischen Kolonialherrschaft im Senegal. Seine ethnologischen Sammlungen dienten ursprünglich der Erforschung der künstlerischen und kulturellen Errungenschaften der Menschen in Westafrika aus dem Blickwinkel der Kolonialmacht.
Kann sich das Théodore Monod Museum of African Art neu erfinden?
Raus aus dem Hamsterrad, das Gewohnte hinter sich lassen und ein neues Leben beginnen. Der Boom von Aussteigern in den sozialen Medien zeigt, wie groß die Sehnsucht nach dem Neuanfang ist. Aber wie realistisch ist dieser Traum? Und wie sieht das Leben von denen aus, die alles hinter sich gelassen haben? "Twist" hat Künstler und Kreative besucht, die diesen Schritt gewagt haben.
"I live for myself and I answer to nobody." - Steve McQueen (1930-1980) zählt zu den markantesten Hollywoodschauspielern aller Zeiten, ein Leinwandstar mit kernig-männlicher Erscheinung, Sexappeal und Ausstrahlungskraft. Aus dem schwer erziehbaren Jungen und kleinstadtkriminellen Jugendlichen wurde einer der bestbezahlten und gefragtesten Schauspieler seiner Generation. Steve McQueen alias "King of Cool" genoss den Ruf eines ehrgeizigen Individualisten, der sich nichts sagen ließ. Oft spielte er rastlose und doch zielstrebige Antihelden - Charaktermerkmale, die seine Filmfiguren ebenso auszeichneten wie sein wahres Ich. In einer Epoche des gesellschaftlichen Aufruhrs waren seine Filmrollen quasi ein Spiegelbild seines echten Lebens.
Privat ein leidenschaftlicher Rennfahrer, brachte er seine Vorliebe für schnelle Flitzer durch bahnbrechende Stunts und Verfolgungsszenen in Filmklassikern wie "Gesprengte Ketten" (1963) und "Bullitt" (1968) auf die Leinwand. Dieser filmische Ausdruck seiner wahren Persönlichkeit machte McQueen zum amerikanischen Symbol für Freiheit und Individualität. Schon immer wollte er berühmt werden; in späteren Jahren strebte er ironischerweise jedoch wieder nach einem authentischeren und einfacheren Lebensstil. Sein Leben verflog wie eine schnelle Motorradfahrt: 1980 erlag der Schauspieler im Alter von 50 Jahren dem frühen Krebstod.
"Ich bin Steve McQueen" dokumentiert die außerordentliche Karriere des Ausnahmeschauspielers und erforscht insbesondere die Wechselbeziehung zwischen seinen persönlichen und beruflichen Erfahrungen. Der Dokumentarfilm kombiniert nie gezeigte Interviews von Familienmitgliedern, Weggefährten und McQueen selbst mit seltenen Archivaufnahmen sowie Auszügen aus seinen bekanntesten Filmen.
Wyoming, 1901: Der Trapper Tom Horn ist ein Relikt vergangener Zeiten. Als Fährtensucher half er bei der Gefangennahme des indigenen Häuptlings Geronimo und ritt zusammen mit dem späteren US-Präsidenten Theodore Roosevelt im spanisch-amerikanischen Krieg. Doch mit dem beginnenden 20. Jahrhundert werden seine Dienste überflüssig. Ziellos zieht Tom durch den Westen, bis ihm der Rancher John Coble ein Angebot macht: Für ihn und seine Kollegen soll Tom Viehdiebe jagen und zur Strecke bringen. Tom ist gut in seinem Job - zu gut. Mit seinen Schießkünsten erledigt er einen Dieb nach dem anderen, doch die Gewalt wendet sich letztlich gegen ihn. Denn aus Angst, dass Toms Ruf als brutaler Mörder auf die Rancher abfärben könnte, beschließt man, ihn zu beseitigen, bevor seine Verbindung mit ihnen bekannt wird ... Kurze Zeit später wird ein junger Schafhirte erschossen aufgefunden. Die Kugel stammt aus dem gleichen Gewehr, das auch Tom verwendet. Als er davon erfährt, ahnt er bereits, dass man ihm den Mord anhängen will. "Wenn ich den Jungen erschossen hätte, wäre das mein bester Schuss gewesen und die dreckigste Tat meines Lebens", sagt er in angetrunkenem Zustand zu einem US-Marshall - damit ist sein Schicksal besiegelt.
Mit Tom Horn, Linda Evans, Richard Farnsworth, Billy Green Bush, Slim Pickens, Roy Jenson, James Kline, Geoffrey Lewis, Steve Oliver
Charlton Heston (1923-2008) wurde durch erfolgreiche Hollywood-Superproduktionen zum internationalen Star. Er verkörperte keine Geringeren als Moses, Ben Hur, El Cid und Michelangelo, spielte später in Science-Fiction-Klassikern wie "Planet der Affen" und "Soylent Green". Heston war bis zu seinem Tod im Jahr 2008 eine Leinwandlegende und zugleich eine umstrittene politische Persönlichkeit. Nachdem er sich an der Seite von Martin Luther King für die Rechte der Afroamerikaner engagiert hatte, vollzog er eine Kehrtwende und kämpfte gegen die Abtreibung und für den freien Verkehr von Feuerwaffen.
Die Dokumentation zeichnet den Lebensweg eines großartigen Schauspielers nach, der sich nie mit halben Sachen zufriedengab.
1924 nahm der französische Staat ein ungewöhnliches Gemälde in seine nationale Sammlung auf: "La Chambre bleu" ("Das blaue Zimmer", 1923), ein auffällig modernes Werk von Suzanne Valadon (1865-1938). Sie gehörte zu den wenigen Künstlerinnen, die zu Lebzeiten Anerkennung fanden, dann aber in Vergessenheit gerieten. Die Tochter einer Wäscherin wurde mit 18 Jahren selbst Mutter und Muse großer Maler. Wie schaffte sie es, sich in einer Zeit als Künstlerin zu behaupten, in der Frauen weit weniger Rechte hatten? Mit Archivaufnahmen und Animationen nähert sich der Film der rebellischen Malerin, deren Talent nun endlich Anerkennung findet. ARTE zeigt die Dokumentation zur Ausstellung mit Werken von Suzanne Valadon im Pariser Centre Pompidou.
Alice Sara Ott und Francesco Tristano, langjährige musikalische Weggefährten, liefern sich im Pariser Maison de la Radio ein musikalisches Duell an zwei Klavieren: Das Publikum erwartet ein sehr persönliches, einfühlsames und meisterhaftes Konzert mit einem ausgefeilten Repertoire, das von den faszinierenden Klängen Erik Saties über die schlichten und raumgreifenden Kompositionen Francesco Tristanos bis zu den geheimnisvollen Harmonien Claude Debussys und der Aria La folia von Girolamo Frescobaldi reicht und in einer mitreißenden Interpretation von Maurice Ravels Bolero gipfelt.
Bei den drei Brüdern Finn und Steff Smith sowie Jack Cunliffe dreht sich alles ums Essen: Die Region Snowdonia im Nordwesten von Wales ist für den Anbau von Lauch bekannt. Das Gemüse wird jüngst als Superfood gefeiert.
Der 31-jährige Finn Smith ist gelernter Bäcker und versorgt die Familie mit Sauerteigbrot, aus dem er auch Welsh Rarebit mit viel Lauch und Käse herstellt. Sein Bruder, der 29-jährige Steff, überrascht die Familie mit einem Superfood-Brunch: Lauchfritters mit Laverbread, einer Paste aus Seegras, und einem pochierten Ei.
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
Pioniergeschichten vom Ende der Welt in der wilden und ursprünglichen Landschaft von Chiles Patagonien: Es ist ein Naturparadies, das mehrere Klimazonen in sich vereint. Vom Valdivianischen Regenwald im gemäßigten Norden erstreckt es sich über die hochalpinen Andenkordilleren und weiten Steppen bis zur unberührten Insellandschaft von Feuerland im eisigen Süden. Ursprünglich noch als Farmland für das Vieh der einstigen Siedler genutzt, wird heute in Patagonien ein Nationalpark neben dem anderen eröffnet. Das Land ist im Begriff, Vorreiter für den internationalen Naturschutz zu werden. Die Dokumentation zeigt die harsche Natur der Region und die Menschen, die im Einklang mit ihr leben.
US-Marshal Guthrie McCabe, ein korrupter und zynischer Gesetzeshüter, wird zusammen mit dem idealistischen Leutnant Jim Gary beauftragt, eine verschollene Gruppe aus der Gefangenschaft der Komantschen zu befreien. Doch die gefährliche Mission enthüllt mehr als nur die Härte des Wilden Westens: Während McCabe von Gier und Selbstschutz getrieben ist, zeigt sich, dass nicht alle Gefangenen zurückkehren wollen und dass die Siedler voller Vorurteile und Gewalt stecken. John Ford inszenierte einen packenden Western, der die Grenze zwischen Gut und Böse hinterfragt und die Ignoranz der vermeintlichen Zivilisation anklagt.
Guthrie McCabe, ein desillusionierter und zynischer US-Marshal, lebt gut in seiner kleinen texanischen Stadt: Die Geschäftsleute des Örtchens müssen für seine Dienste zehn Prozent ihrer Einkünfte an ihn abtreten. Deshalb passt es ihm zunächst gar nicht ins Konzept, dass der idealistische Leutnant Jim Gary ihn ins 40 Meilen entfernte Armee-Fort beordert.
Wegen seiner guten Beziehungen zum indigenen Häuptling Quanah Parker soll sich McCabe ins Stammesgebiet der Komantschen begeben, um eine Gruppe von Siedlern zu suchen, die dort seit knapp einem Jahrzehnt verschollen sind. Zunächst versucht McCabe, den Hinterbliebenen den Plan auszureden: Nach zehn Jahren bei den Komantschen wären die verschollenen Kinder und Frauen ohnehin "keine echten Weißen" mehr.
Doch als eine fürstliche Belohnung in Aussicht gestellt wird, reiten er und Leutnant Gary los. Am Ende ihrer blutigen Mission müssen sie feststellen, dass nicht alle Gefangenen bereit sind, in die vermeintliche Zivilisation zurückzukehren, und dass sich die weißen Siedler gegenüber den Rückkehrern genauso barbarisch verhalten wie gegenüber den indigenen Völkern.
Mit James Stewart, Richard Widmark, Shirley Jones, Linda Cristal, John McIntire, Andy Devine, Woody Strode, Henry Brandon, Harry Carey Jr., Olive Carey, Ken Curtis
Als die vierjährige Amanda von zu Hause verschwindet und die polizeilichen Ermittlungen nicht weiterführen, heuert Amandas Tante die Privatdetektive Patrick Kenzie und Angie Gennaro an, weil sie den heruntergekommenen Bostoner Stadtteil gut kennen. Obwohl sie keinerlei Erfahrung mit Kindesentführungen haben, nehmen Patrick und Angie den Fall an und geraten immer tiefer in einen Sumpf aus Drogendealern, Straßengangs und Pädophilen. Als sie der Lösung des Falls näher kommen, geraten sie in ein dramatisches moralisches Dilemma.
Mit Casey Affleck, Michelle Monaghan, Morgan Freeman, Ed Harris, John Ashton, Amy Ryan, Amy Madigan, Titus Welliver, Madeline O'Brien
Die Lust an der Soundschleife ist Jahrhunderte alt und prägt unsere Hörgewohnheiten. Sie steigert den Wiedererkennungsgrad eines Songs oder einer Komposition und verbindet die Musik aller Kulturen. Schlaglichtartig stellt diese Dokumentation ausgewählte "Wiederholungstäter" der Musikgeschichte vor und entschlüsselt das Prinzip der musikalischen Repetitions-DNA.
Zum 100. Geburtstag von Pierre Boulez zeigt ARTE eines der Hauptwerke des französischen Komponisten und Dirigenten: "Sur Incises", eine Komposition für drei Klaviere, drei Harfen und drei Schlagzeuggruppen. Daniel Barenboim dirigierte das Stück 2017 bei der Eröffnung des nach Pierre Boulez benannten Konzertsaals mitten in Berlin.
Die Eifel ist das grüne Herz des Westens. Am Fuße erloschener Vulkane, zwischen Dörfern und auf Äckern finden vor allem Tiere, die sich an veränderte Lebensräume anpassen können, ein Zuhause: Rotmilane brüten zwischen Windrädern, Uhus verstecken sich in Steinbrüchen und Rothirsche röhren, wo einst Panzer rollten. Die Dokumentation erzählt mit atemberaubenden Bildern eine erstaunliche Erfolgsgeschichte des Naturschutzes inmitten einer von Menschen geprägten Landschaft - im wilden Westen Deutschlands.
Ein Berg, riesige Gletscher und ganz oben auf der Spitze einer schwindelerregend hohen Felswand ein kleiner Punkt mit zwei riesigen Hörnern: der Alpensteinbock Rocko, der seine letzten Stunden im italienischen Nationalpark Gran Paradiso verbringt. In Rückblenden zeigt der Dokumentarfilm, der das Tier über sieben Jahre hinweg begleitete, die wichtigsten Momente seines Lebens.
Auf der Suche nach außergewöhnlichen Geschichten und interessanten Begegnungen bereisen Reporter die Welt. Ob Großstadt oder ländliche Gegend, Europa, Asien oder Afrika - kein Weg ist dabei zu weit.