TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.
Schignano: Ein uralter Karneval in Italiens Bergen
D 2020
52'
Schignano - seit Jahrhunderten feiern die Menschen hier mit einem archaischen, wilden Karneval das Ende des Winters. Sie spielen in bunten, selbstgenähten Kostümen die "Wilden", in einem Bergdorf hoch über dem Comer See. In den Straßen tanzen die "Belli" und die "Brutti" - die Schönen und Reichen gegen die Hässlichen und Armen - die "GEO Reportage" hat die Menschen hinter den schaurigen Holzmasken besucht.
Das Katana, wie das legendäre japanische Samurai-Schwert genannt wird, ist untrennbar mit der japanischen Kultur verbunden: Sein Design ist geprägt von Symbolen und einer tiefen Spiritualität. Es steht für Stärke, Ehre und Disziplin. In einer Schmiede in Yamagata arbeitet einer der besten Schwertschmiede Japans, Kanbayashi Sensei. Wochenlang und unter Verwendung der auch in Japan selten gewordenen "Dreistahlmethode" fertigt er ein Auftragsschwert für einen zutiefst traditionsbewussten Unternehmer und dessen Enkel.
Der König des englischen Königreiches Northumbria ist von den Wikingern ermordet worden. Seine Witwe, Königin Enid, muss dem Wikingerkönig Ragnar zu Willen sein und bringt neun Monate später ihren Sohn Erik zur Welt. Enid gelingt es, das illegitime Kind vor dem neuen, intriganten König Aella in Sicherheit zu bringen und seine Identität geheim zu halten. Doch dann wird Erik von den Wikingern geraubt und im hohen Norden als Sklave gehalten. Er trägt ein Amulett, aber niemand weiß, was es bedeutet und dass der Knabe der Halbbruder von Einar ist, dem Sohn und zukünftigen Erben von König Ragnar.
Auch Erik selbst ahnt 20 Jahre lang nicht, wer er ist. Als sich sowohl Einar als auch Erik in die schöne Prinzessin Morgana verlieben, scheint ein Kampf unausweichlich. Die beiden Halbbrüder treffen aufeinander und ein Kampf um Leben und Tod beginnt, bei dem nicht nur ihr eigenes Schicksal, sondern auch das der englischen Krone auf dem Spiel steht ...
Auch wenn die historischen Fakten in diesem berühmten Kostümfilm nicht wirklich authentisch zu nennen sind, zeichnet er ein in weiten Teilen glaubwürdiges Bild der Wikinger als wagemutige und wilde Seefahrer. Zudem besticht der Film durch farbenprächtig wiedergegebene Riten und beeindruckende Aufnahmen an Originalschauplätzen.
Mit Kirk Douglas, Tony Curtis, Janet Leigh, Ernest Borgnine, James Donald, Maxine Audley, Alexander Knox, Frank Thring
Ob über den Aufstand von Landarbeitern in Südafrika, die Situation von Prostituierten in Mexiko oder über die neuen Gastarbeiter in Deutschland ... Das internationale Nachrichtenmagazin berichtet von den Brennpunkten der Welt.
Dänemark gilt als wirtschaftliches und gesellschaftliches Vorzeigemodell. Das zudem ökologische Musterland gewinnt über die Hälfte seines Stroms aus Windenergie und hat damit bereits rund 75 Prozent des Weges zur Klimaneutralität zurückgelegt. Die Lage macht das Land unter anderem zur strategischen Schlüsselmacht und setzt es neuen Bedrohungen aus ...
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
Für seine ungewöhnlichen Methoden, Pferde zu zähmen, ist der argentinische Pferdeflüsterer Oscar Scarpati in seinem Land und der ganzen Welt bekannt. Regelmäßig ist er mit seinen drei Söhnen Cristobal, Painé und Pincén auf Tour - gemeinsam geben sie Seminare, helfen bei Problemen zwischen Pferd und Besitzer und verbreiten ihre Philosophie der Gewaltlosigkeit. Wird es ihnen auch gelingen, argentinische Wildpferde zu zähmen? "GEO Reportage" hat den Pferdeflüsterer begleitet.
Die zweiteilige Dokumentation von Ken Burns erzählt die Geschichte Amerikas anhand der Geschichte der Bisons: Mehr als 10.000 Jahre lang bevölkerten diese Wildrinder die Great Plains - die westlichen Prärien Nordamerikas. Die Amerikanischen Bisons verbindet eine jahrtausendealte Beziehung zu den indigenen Völkern des Landes. Doch die Ankunft der Europäer im 19. Jahrhundert führte beinahe zur Ausrottung der pelzigen Riesen. Die erste Folge erzählt vom Zusammenprall zweier Sichtweisen auf den Umgang des Menschen mit der Natur.
Ende des 19. Jahrhunderts kam es zu einer dramatischen Massenvernichtung der amerikanischen Bisons. Anfang der 1880er Jahre waren von den rund 40 Millionen Büffeln, die hundert Jahre zuvor noch die nordamerikanischen Great Plains bevölkert hatten, nur noch etwa tausend Tiere in wenigen Herden übrig. Die zweite Folge beleuchtet, wie versucht wurde, das Symboltier der Native Americans im letzten Moment doch noch vor der Ausrottung zu bewahren.
1875 war etwa jeder vierte Cowboy schwarz. Auch schwarze Sheriffs, Trapper und Soldaten gab es im Westen. Viele dieser Afroamerikanerinnen und Afroamerikaner verbündeten sich mit den Ureinwohnern, andere wurden von ihnen versklavt. All diese Männer und Frauen suchten in den Weiten des amerikanischen Westens die Freiheit und nahmen dafür ein abenteuerliches und gefährliches Leben in Kauf.
So hat jede prototypische Figur des Wilden Westens ihr afroamerikanisches Double, ob Cowboy, Desperado, Revolverheldin oder furchtloser Sheriff. In der offiziellen Geschichtsschreibung wurden sie unterschlagen und auch Hollywood hat sie nicht auf der Leinwand verewigt.
Doch einige von ihnen sind bekannt, denn sie haben der Nachwelt Briefe oder Memoiren hinterlassen: der entflohene Sklave Bass Reeves, der als US-Marshal für Recht und Ordnung sorgte; der sagenhafte Trapper James Beckwourth, ein Grenzgänger zwischen den Welten der Indianer und der Weißen; die Postkutschenfahrerin Mary Fields, die geschickt mit Waffen umzugehen verstand; der "schwarze Moses" Benjamin "Pap" Singleton, der sein Volk nach Kansas in das neue Gelobte Land führte; der von Indianern versklavte Henry Bibbs und der Lasso-Virtuose Nat Love.
Ihre Erzählungen lassen die große Zeit des Far West aufleben, vom Sezessionskrieg bis zum Ende der Pionierzeit und der vollständigen Eingliederung des Westens in das amerikanische Hoheitsgebiet bis hin zum Pazifik. Dort konnten sie hoffen, der Knute des Sklavenhalters, den Gewalttaten des Ku-Klux-Klans und dem Rassenhass zu entgehen.
Die Dokumentation beleuchtet dieses kaum bekannte Kapitel der US-amerikanischen Geschichte und lässt die vergessenen Helden und Heldinnen mit eigenen Worten schildern, wie sie diese Zeit erlebten. Ihre Erzählungen zeigen, wie sehr dieses unterdrückte Volk damals darauf hoffte und mit welchem Mut es dafür kämpfte, das Freiheitsversprechen des Far West für sich einzulösen.
Francis und seine Söhne Eric und Matthieu arbeiten alle in derselben Fabrik: Francis an der Maschine, Eric am Zeichenbrett und Matthieu am Computer. Eines Tages wird Francis nach 30 Jahren fristlos entlassen, weil er sich nicht an das über Nacht verhängte Rauchverbot gehalten hat. Matthieu lehnt sich gegen diese Ungerechtigkeit auf. Er versucht, die Firmenleitung umzustimmen, und als das fehlschlägt, die Kollegen zu mobilisieren. Aber niemand will sich angreifbar machen, sein Bruder eingeschlossen.
Als sein Vater kurze Zeit später bei einem Autounfall ums Leben kommt, glaubt Matthieu an einen Suizid und will ihn rächen. Inkognito verführt er Claire, die Frau des Chefs, und beginnt mit ihr eine leidenschaftliche Affäre, die fast Liebe wird - bis zu dem Tag, an dem sie ihn an seinem Arbeitsplatz in der Fabrik entdeckt. Claire will ihn nicht mehr treffen, aber Matthieu besteht auf ein Wiedersehen ...
Nüchtern erkundet Xavier Beauvois eine Tragödie am Arbeitsplatz, den dahinterstehenden Apparat der Klassengesellschaft und die Grenzen einer sturen Suche nach Vergeltung.
Mit Benoît Magimel, Nathalie Baye, Antoine Chappey, Fred Ulysse, Françoise Bette, Mélanie Leray, Virginie Dessèvre
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.
Die mechanische Ente - Automatenkunst im 18. Jahrhundert
F 2020
17'
"Geschichte schreiben" ist ein von Historikern und Historikerinnen moderiertes Geschichtsmagazin. Im Mittelpunkt der von dem französischen Mittelalter- und Renaissancespezialisten Patrick Boucheron präsentierten Sendung steht die Frage: Was hat uns Geschichte heute zu sagen? Jede Woche stellt ein Gast einen Gegenstand und seine Geschichte vor. Dabei kann alles geschichtsträchtig sein: seriengefertigte Objekte, Einzelstücke, Kultgegenstände, Werkstoffe oder Schriftdokumente. Die verwendeten Archivaufnahmen werden in kreative grafische Animationen eingebettet und pädagogisch aufbereitet. In einer regelmäßigen Kolumne schlägt die französische YouTuberin und Historikerin Manon Bril die Brücke zwischen Geschichte und Digitalzeitalter.