ARTE
ARTE Mo. 09.03.
Film
Jedes Mal, wenn die SUVs vom Drogenkartell kommen, versteckt sich Ana (Ana Cristina Ordóñez González) in einem Erdloch hinterm Haus. ZDF
Wie viele andere Mädchen trägt Ana (Ana Cristina Ordóñez González) eine burschikose Frisur, um die Gefahr einer Entführung durch das Drogenkartell zu verringern. ZDF
Ana (Ana Cristina Ordóñez González) wächst in einer gefährlichen Welt auf, die immer wieder zu "brennen" droht. ZDF
Gemeinsam mit ihren Freundinnen Maria (Blanca Itzel Pérez, li.) und Paula (Camila Gaal, re.) erlebt Ana (Ana Cristina Ordóñez González, Mi.) die Magie der Kindheit. ZDF
Ana (Marya Membreño) versteckt sich vor den schwarzen SUVs des Drogenkartells. ZDF
Seit Anas (Ana Cristina Ordóñez González) Vater verschwunden ist, sind sie und ihre Mutter Rita (Mayra Batalla) auf sich allein gestellt. ZDF
Ana (Marya Membreño) lebt in einer harten Welt, in der ein Mädchenleben wenig zählt. Die Bedrohung durch das Drogenkartell ist immer präsent. ZDF
Ana (Ana Cristina Ordóñez González, Mi.) mit ihren beiden besten Freundinnen Maria (Blanca Itzel Pérez, re.) und Paula (Camila Gaal, li.) ZDF

Feuernacht

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • D, MEX 2021
  • 103'
Drama Eine Kleinstadt in den mexikanischen Bergen: Die Mädchen haben jungenhafte Frisuren und geheime Verstecke. Ana und ihre beiden besten Freundinnen treffen sich in den Häusern derer, die geflohen sind, und spielen Gedankenlesen. In ihrer Welt gibt es Magie und Freude ... Film von Tatiana Huezo nach dem Roman "Gebete für die Vermissten" (2014) von Jennifer Clement
Mit Ana Cristina Ordóñez González, Blanca Itzel Pérez, Camila Gaal, Marya Membreño, Giselle Barrera Sánchez, Alejandra Camacho, Mayra Batalla

Inhalt

In einer mexikanischen Kleinstadt in den Bergen des Bundesstaats Guerrero lebt Ana mit ihrer Mutter Rita. Anas Vater ist längst fort; viele der Männer lassen ihre Familien in der Hoffnung auf ein besseres Leben in den USA zurück. Wie viele andere Mütter ist Rita auf sich allein gestellt. Nach der Arbeit auf den Schlafmohnfeldern trainiert sie ihre Tochter im Erkennen von gefährlichen Geräuschen, damit Ana die schwarzen SUVs des Drogenkartells rechtzeitig hört. Im Ernstfall soll sich Ana in einem geheimen Erdloch hinter dem Haus verstecken. Außerdem haben die meisten Mädchen jungenhafte Frisuren, um die Gefahr einer Entführung und Versklavung zu verringern. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Paula und María streift Ana durch den Wald und jagt Schlangen. Als geheimen Treffpunkt nutzen sie ein verlassenes Haus. Dort verkleiden sie sich als Frauen. Gemeinsam haben sie sich ein Spiel ausgedacht, das sie verbindet und ihre Freundschaft festigt und prägt: gegenseitiges Gedankenlesen. Doch die kindliche Unschuld währt nicht lange an diesem Ort, wo eine düstere Wolke der Gewalt über allem schwebt. In den folgenden Jahren nimmt die Gewalt durch die Drogenkartelle zu. Die Mädchen sind jetzt in der Pubertät und damit bedrohter denn je. Eines Tages kommen die schwarzen SUVs des Drogenkartells zurück. Nicht alle Mädchen schaffen es dieses Mal rechtzeitig in ihre Verstecke. Die Dorfbewohner errichten Barrikaden und machen sich bereit zum Kampf. Feuer wütet in der Dunkelheit der Nacht.

Hintergrund

"Feuernacht" basiert auf dem Roman "Gebete für die Vermissten" (2014) der US-amerikanischen Autorin Jennifer Clement. Ohne dass die Drogenkartelle selbst eine große Rolle spielen, ist die Gefahr, die von ihnen ausgeht, jederzeit spürbar. Das verbindet Tatiana Huezos Spielfilmdebüt mit ihrem Dokumentarfilm "Stürmisches Land" (2016). Auch "Stürmisches Land" erzählt von der in Mexiko vielerorts herrschenden Drogengewalt, Korruption und Angst. "Feuernacht" feierte 2021 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes in der Sektion Un Certain Regard Premiere und wurde mit einer lobenden Erwähnung ausgezeichnet.

Sendungsinfos

Darsteller: Ana Cristina Ordóñez González, Blanca Itzel Pérez, Camila Gaal, Marya Membreño, Giselle Barrera Sánchez, Alejandra Camacho, Mayra Batalla Regie: Tatiana Huezo Drehbuch: Tatiana Huezo Musik: Jacobo Lieberman, Leonardo Heiblum Kamera: Dariela Ludlow Produzent: Jim Stark, Nicolás Celis Untertitel, Stereo
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