NDR
NDR Do. 26.02.
Doku
Die Oasenstadt Siwa liegt einsam inmitten des Großen Sandmeeres der ägyptischen Sahara. NDR/Daniela Pulverer/K22film
Das Große Sandmeer im Westen Ägyptens erstreckt sich über 70.000 Quadratkilometer. NDR/Daniela Pulverer/K22film
Für die Oasenbewohner sind Datteln eine Art Superfood. Sie zählen zu den Hauptnahrungsmitteln in der Wüste. NDR/Daniela Pulverer/K22film
Mit 23.000 Einwohnern ist Siwa ein quirliger und geschichtsträchtiger Hotspot in der Trockenheit der scheinbar endlosen Dünen. NDR/Daniela Pulverer/K22film
Seit jeher werden hier Tauben gehalten - sie sind Teil der uralten Traditionen Siwas und eine begehrte Proteinquelle. NDR/Daniela Pulverer/K22film
Der Survival-Experte Mohammed Shahin testet Überlebensstrategien in den Weiten der Sahara. NDR/Daniela Pulverer/K22film
Über hunderttausende von Jahren haben extreme klimatische Veränderungen zu umfangreichen Salzablagerungen geführt. NDR/Daniela Pulverer/K22film
In der Oase von Siwa ist Wasser im Überfluss vorhanden. Es entspringt hunderten von unterirdischen Quellen. NDR/Daniela Pulverer/K22film

Oase Siwa - Grünes Herz im Sandmeer

  • 45'
Landschaftsbild Inmitten der ägyptischen Sahara liegt Siwa - eine grüne Oase des Lebens, gespeist aus hunderten von Quellen. Über 200.000 Dattelpalmen wachsen aus dem Sand. Schon seit 13.000 Jahren leben hier Menschen. Uralte Tempelanlagen und die Ruinen der imposanten Shali-Festung sind Zeugen einer bedeutenden Geschichte. Eine florierende Oasenstadt, der lebensfeindlichen, heißen Wüste zum Trotz. Siwa ist voller Kontraste - zwischen Wasserüberfluss und Trockenheit, uralter Kultur und moderner Lebenswelt blüht ein einzigartiges Ökosystem in der extremen Abgeschiedenheit des Großen Sandmeeres.

Inhalt

Siwa: eine sagenumwobene Oase inmitten der ägyptischen Sahara. Hier sprudeln Hunderte Quellen aus dem Boden und machen das schier Unmögliche möglich: Leben inmitten von Sand, extremer Hitze und Trockenheit. Ein geschichtsträchtiger Ort voller Gegensätze und pulsierender Lebenskraft. Über 200.000 Dattelpalmen gedeihen dank fossilen Wassers, das seit 40.000 Jahren unter der Erde ruht. Palmen waren schon immer die Lebensgrundlage der Anwohner. Menschen wie Abdou Mohammed pflegen sie wie Kostbarkeiten mit einem handwerklichen Wissen, das über Generationen weitergegeben wurde. Salz ist allgegenwärtig, das Vermächtnis eines urzeitlichen Meeres. Ausgedehnte Salzseen sind die Quelle für den Abbau des "weißen Goldes". Der salzhaltige Schlamm ist das urtümliche Baumaterial der Oasenstadt. Fatma Essa lebt vom Salzgestein, sie fertigt kunstvolle Lampen und Skulpturen in ihrer Salzwerkstatt an. In der endlosen Wüste rund um die Oasenstadt, wagt Survival-Experte Mohammed Shahin ein extremes Selbstexperiment: Ganz allein streift er durch das Große Sandmeer auf der Suche nach Wasser, Nahrung und Überlebensstrategien. Natürlich will er in das lebensspendende Grün der Oase zurückkehren. Trotz der extremen Abgeschiedenheit in der lebensfeindlichen Wüste ist Siwa äußerst lebendig: mit traditionellen Hochzeitsbräuchen, Palmherzen als Liebesgabe, imposanten Lehmtürmen zur Taubenzucht, Spuren uralter Zivilisation und überraschendem Wasserüberfluss. Siwa ist mehr als eine Oase, sie ist ein Symbol für Widerstandskraft, kulturelle Identität und das fragile Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur.

Sendungsinfos

Kamera: Ricardo Garzon, Aaron Schwab Von: Daniela Pulverer Untertitel, Stereo
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