In der immer rationaler werdenden westlichen Welt sind viele Menschen auf der Suche nach transzendentalen Bezügen. Berichtet wird über Aktivitäten von Glaubensgemeinschaften sowie kirchenpolitische Vorgänge.
Das Fernsehmagazin für Kroaten, Roma, Slowaken, Slowenen, Tschechen und Ungarn.
*) Slováci / Puppentheaterspielerin bei Lilarum
*) Magyarok / Bücherfestival für Kinder in Wien
*) Hrvati / Neues Buch von Ana Schoretits "Sastanak/Treffpunkt Kreuz"
*) Ceši / Sportschützin Monika Liptáková im Porträt
*) Roma / Arbeitsmarkprojekt: BUDI
*) Slovenci / Staffelübergabe beim Kulturtandem
Moderation: Kristina Buconjic
Redaktion: Judith Herczeg
ORF III überträgt alle wichtigen News vom Tag, dazu Interviews, Analysen, Live-Schaltungen, Reportagen und alle wichtigen Pressekonferenzen und Updates live!
Der Film dreht sich um das Leben von Löwen, Geparden, Luchsen und Pumas in der Tierwelt Herberstein, einem der touristischen Leitbetriebe in der Oststeiermark.
Die Versorgung der Raubkatzen durch Tierpflegerinnen und Tierpfleger steht ebenso im Mittelpunkt wie Fütterungen und Gesundheits-Checks durch den Zoo-Tierarzt.
Schwerpunkt ist aber die Partnersuche, das heißt, wie europäische Zoos Raubkatzen nach genauen genetischen Richtlinien tauschen, um Rudel aufzufrischen und zu züchten. Ein Film von Renate Rosbaud.
Von den sechseinhalb Millionen Landtierarten sind Elefanten die größten Landtiere der Erde - eine beeindruckende Tatsache über ein ebenso beeindruckendes Tier. Das Filmteam schließt sich den Herden an und wandert mit ihnen durch die Wildnis Afrikas und Asiens, um mehr über diese gewaltigen Giganten und ihr faszinierendes Leben zu erfahren. Ihre vielseitig einsetzbaren Rüssel, ihr unglaubliches Gedächtnis und ihre furchterregenden Stoßzähne sind nur ein kleiner Teil der vielen Gründe, warum man von diesen robusten, intelligenten Naturwundern völlig begeistert sein kann.
In detailreichen Porträts erzählt die Reihe Helden der Evolution bildstark und packend vom Leben unterschiedlichster Spezies. Dabei bietet jede einzelne Folge erstaunliche Einblicke in das Verhalten faszinierender Arten und taucht stets unmittelbar ein in die Lebensräume der jeweiligen tierischen Protagonisten.
Es geht um Erfolgsmodelle der Evolution, in dieser Folge zeigen wir atemberaubenden Bilder von Krokodilen und anderen Reptilienarten der Erde.
Oktopusse, die Chamäleons des Meeres. In dieser Ausgabe von "Helden der Evolution" werden die achtarmigen Kreaturen zusammen mit ihren nächsten Verwandten, den Kalmaren, Tintenfischen und Nautilus näher betrachtet. Zusammen bildet dieses Quartett faszinierender, weicher Meerestiere die Cephalopoden . Lebhaft, hochintelligent und manchmal tödlich.
In detailreichen Porträts erzählt die Reihe Helden der Evolution bildstark und packend vom Leben unterschiedlichster Spezies. Dabei bietet jede einzelne Folge erstaunliche Einblicke in das Verhalten faszinierender Arten und taucht stets unmittelbar ein in die Lebensräume der jeweiligen tierischen Protagonisten.
Packende und bisher selten gezeigte Bilder begleiten große Pinguingruppen beim täglichen Überlebenskampf in der Antarktis.
In der 144. Sendung "Klingendes Österreich" besucht Sepp Forcher die alten Städte Weitra, Gmünd, Litschau, Schrems und Heidenreichstein. Die Blockheide, den über 1000m hohen Nebelstein, das nördlichste Gasthaus Österreichs, Burgen, Schlösser, und Kirchen. Dieser unvergleichlichen Landschaft mit ihren großen ruhigen Wäldern, den stillen Teichen, in denen die berühmte Waldviertler Karpfen gedeihen, den Wiesen und Äckern, deren Ebenmaß immer wieder von imponierenden Granitfelsen unterbrochen wird, den oft abgelegenen Höfen und Siedlungen gilt die Aufmerksamkeit dieser Sendung. Neben Volksmusik und Gesang wird auch Schrammelmusik dieses "Klingende Österreich" mitgestalten, weil Kaspar Schrammel, der leibliche und musikalische Vater von Josef und Johann Schrammel in der Gegend von Litschau geboren wurde.
Man kann sie nicht kaufen, obwohl sie erstrebenswert und wertvoll ist: Die gute Nachbarschaft. Und wenn dann zur Guten noch die Alte dazukommt, wird man neugierig. Denn wo gibt es das noch "Gute alte Nachbarschaft"? Klingendes Österreich geht im "kleinen Grenzverkehr" den Spuren und Beweisen einer guten und alten Nachbarschaft zwischen Salzburg und Bayern nach. Großgmain, Marzoll, der Predigtstuhl im Lattengebirge, Karlstein Bad Reichenhall, St. Zeno, Nonn unter dem Hohenstaufen, die Stroblalm und das ehemalige Kloster Höglwörth. Sie alle sind ergiebige Fundstellen. Steinbrünning, Schloß Triebenbach, die Nachbarstadt Freilassing mit ihrer sensationellen LOKWELT. Und schließlich das salzburgische "Dorf in der Stadt" Liefering mit seinen engeren Nachbarn, runden eine Wanderung ab, welche uns vor Augen führt, dass gute, alte Nachbarschaft wirklich ein unverkäufliches Juwel ist.
Das wochentägliche Kulturmagazin "Kultur Heute" präsentiert neben den wichtigsten Ereignissen aus den Bundesländern die Top-Themen des Tages - von Hochkultur bis Subkultur.
Vom Strudengau bis ins Obere Mühlviertel - die Burgen und Schlösser in der oberösterreichischen Donauregion werden von ihren Besitzerinnen und Besitzern mit Weitblick für die kommenden Generationen bewahrt.
1822 hat die Familie Sachsen-Coburg und Gotha Schloss Greinburg in Grein an der Donau erworben. Erbprinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha besucht das älteste Wohnschloss Österreichs mehrmals im Monat. Weiter westlich befindet sich die vorgeblich älteste Stadt Österreichs: Enns. Als Teil der Stadtbefestigung dienten einst Teile der Anlage von Schloss Ennsegg. Nur wenige Kilometer von der Landeshauptstadt Linz entfernt befindet sich in der Stadtgemeinde Steyregg das gleichnamige Schloss, auf dem Niklas Salm-Reifferscheidt seit 2009 die Forst- und Gutsverwaltung leitet. Seit rund 450 Jahren ist Schloss Starhemberg in Eferding westlich von Linz im Besitz der fürstlichen Familie Starhemberg. Heute beherbergt es das Familienmuseum, sowie das Museum der Stadt Eferding, und es ist der Wohnsitz des heutigen Besitzers Georg Adam Starhemberg. Schloss Altenhof im Oberen Mühlviertel gehörte einst wie auch die in der unmittelbaren Umgebung gelegene Burg Falkenstein zur Herrschaft der mächtigen Falkensteiner. Seit über 400 Jahren sind Schloss Altenhof und die Ruine Falkenstein im Besitz der Grafen Salburg-Falkenstein.
Sie handeln von Narren, die die Welt regieren, von Bergsteigerschicksalen und ruhlosen Burggeistern - die Geschichten in Südtirols Burgen und Schlössern sind gleichsam bunt wie geheimnisvoll.
*
Vom Vinschgau bis ins Ahrntal - in Südtirol sind die Anzahl und Dichte an Burgen und Schlössern so hoch wie kaum sonst wo in Europa. Gepflegt und belebt werden sie von Menschen, die Verantwortung spüren, nicht nur für das Erbe ihrer Ahnherren, sondern für das ganze Land.
*
Wenn der Sommer dem Herbst weicht, werden sie in ein außergewöhnliches Licht gerückt: Südtirols Burgen und Schlösser stehen nun in der Auslage.
Im Vinschgau im äußersten Westen des Landes ist für Johannes Trapp die Zeit der Obsternte angebrochen. Vom Frühjahr bis in den Herbst lebt er auf der Churburg über Schluderns, die seit mehr als 500 Jahren im Besitz seiner Familie ist. Der "Herr Graf", wie er im Ort genannt wird, kümmert sich auch persönlich um die Führungen durch die um 1259 errichtete Burg.
Weiter östlich im Burggrafenamt rund um die Stadt Meran befindet sich Schloss Schenna. In dem um 1350 erbauten Baujuwel dreht sich alles um den Ahnherren der Grafen von Meran, den steirischen Prinzen Erzherzog Johann, der sich schon als Kind in das Tiroler Land verliebt hatte. Hier wollte er begraben sein. Der heutige Schlossherr Franz Spiegelfeld begegnet dem Wirken seines Vorfahren und dessen Verdiensten mit dankbarer Demut.
Von herausragender Bedeutung für das ganze Land ist Schloss Tirol. Die im 11. Jahrhundert errichtete Anlage in Dorf Tirol gilt als Wiege der Grafschaft Tirol. Heute beherbergt sie das Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte. Der Museumsdirektor und Kunsthistoriker Leo Andergassen präsentiert hier eine mittelalterliche Bilderwelt, die ihresgleichen sucht.
Am Fuße von Schloss Tirol ist die Brunnenburg ein weiterer architektonischer Blickfang. Die hochmittelalterliche Hangburg wurde um 1250 zur Absicherung des Weges erbaut. Heute lebt und wirkt Siegfried De Rachewiltz in den verwinkelten Gemäuern. Der Kulturhistoriker und Schriftsteller ist der Enkelsohn des amerikanischen Dichters Ezra Pound, der auf der Brunnenburg zwischen 1958 und 1962 gelebt hat: hier wollte er sein Hauptwerk "Die Cantos" beenden, hier haderte er aber auch mit seiner Vergangenheit als Unterstützer des italienischen Faschismus.
Über dem Südwesten des Bozener Talkessels thront die Festungsanlage von Schloss Sigmundskron - auch Firmian genannt. Sie ist ein symbolischer Ort für die Südtiroler Zeitgeschichte. Heute beherbergt Sigmundskron das Herzstück der Museenwelt von Reinhold Messner. Die Südtiroler Bergsteigerlegende hat sich hier einen Traum erfüllt. Geführt wird das Haus von Messners Tochter Magdalena, die in den Jahren ihrer Kindheit mit den Geschichten über die waghalsigen Expeditionen ihres Vaters zu Bett gebracht wurde.
Seit dem 13. Jahrhundert wacht Burg Taufers auf ihrem felsigen Thron über dem Eingang zum Ahrntal. Der Castellan Alexander Maier setzt bei seinen Führungen durch die einstmalige Dynastenburg der Herren von Taufers vor allem auf Humor. Ob bei der Schilderung der grausamen mittelalterlichen Rechtsprechung im ehemaligen Gerichtssaal oder beim Hinweis auf knarrende Spukerscheinungen im sogenannten Geisterzimmer - stets serviert er die Geschichten in den mystischen Mauern mit einem Augenzwinkern.
Eine Dokumentation von Fritz Aigner
Ob als Ort des Gebets und der Seelsorge oder als Schauplatz für moderne Designkultur - die Schlösser vom steirischen Joglland bis in die Weststeiermark werden heute vielfältiger genutzt denn je.
*
Sie laden zur Hochzeit im romantischen Ambiente oder zum Boxtraining in einer barocken Anlage - die Schlossherren und -damen vom Joglland bis in die Weststeiermark wollen die perfekten GastgeberInnen sein, setzen die Häuser gleichsam traditionsbewusst wie bunt in Szene.
*
Den Ausgangspunkt bildet Stift Vorau, eines der wichtigsten geistlichen Zentren der Steiermark, dessen wehrhafter Burgcharakter bis heute spürbar ist. In der Stiftsbibliothek werden Handschriften gehütet, die für die Kulturgeschichte des gesamten deutschen Sprachraums von größter Bedeutung sind. Der erst 34-jährige Bernhard Mayrhofer lenkt als Probst die Geschicke der Augustiner-Chorherren, die sich von hier aus um die Seelsorge in der Region kümmern.
Im steirischen Apfelland befindet sich das zweitgrößte Barockschloss Österreichs, Schloss Schielleiten. Was einst als stolzer Wohnbau der Reichsgrafen Wurmbrand-Stuppach errichtet wurde, beheimatet heute das älteste Bundessportzentrum Österreichs samt zugehörigem Hotel. Direktor Gerhard Reiterer lotst Sportler/innen aller Art hierher - vom Boxernachwuchs bis hin zum Tanz-Nationalteam. Schloss Schielleiten und sein Schlosspark bieten nicht nur Ruhe für jene, die konzentriert trainieren müssen- Der steirische Schlosskutscher Rudi Allmer, der in unmittelbarer Nachbarschaft lebt, nutzt die barocke Anlage als Startpunkt für seine Rundfahrten quer durch das Land.
Ein urbanes Zentrum der Oststeiermark ist die Stadt Hartberg. Hier verdeutlichen Reinhold Glehr und Johann Hofer vom historischen Verein Hartberg, dass die Geschichte des im 12. Jahrhundert als Teil der Stadtwehranlage errichteten Schlosses Hartberg, das heute vor allem als Veranstaltungslocation dient, und die Entwicklung der Stadt untrennbar miteinander verbunden sind - ein Schloss als Keimzelle des weltlichen Kleinstadtlebens.
Weiter südöstlich am Rande der Stadt Fürstenfeld befindet sich Schloss Welsdorf, eine beschauliche Schlossanlage und Eigenheim von Clemens und Silvia Sadnik, die den romantischen Schlosshof im Sommer als Hochzeitslocation vermarkten - mit Witz, Charme und Leidenschaft. Zudem sind sie Nebenerwerbslandwirte, halten und züchten Hochlandrinder.
Abschließend führt der Film in die Weststeiermark zu Schloss Hollenegg, das seit 1821 im Besitz der Familie Liechtenstein ist. Hier lebt und wirkt Alice Stori Liechtenstein. Die Kuratorin bietet aufstrebenden DesignerInnen Ausstellungsmöglichkeiten im Schloss, lädt sie aber auch zu Residenzprogrammen ein, um im historischen Ambiente, das hier so viele Stilepochen vereint, an zeitgenössischen Designprojekten zu arbeiten.
Eine Dokumentation von Fritz Aigner und Alfred Ninaus
Sie sind Wahrzeichen und hüten unverwechselbare Kulinarik - die Burgen und Schlösser vom Vulkanland bis ins Schilcherland. Ihre Geschichten sind unerlässlich für die steirische Identität.
*
Dem Edlen verpflichtet - dafür stehen die Schlossherren und -damen in diesen Regionen. Ob als freigeistige Winzer oder als Hüter der weltberühmten Lipizzaner - sie alle haben sich der Tradition ihrer Häuser verschrieben und diese in die Moderne geführt.
*
Ausgangspunkt der filmischen Reise vom steirischen Vulkanland ins Schilcherland in der Weststeiermark ist die imposante Riegersburg, die wohl stärkste historische Festung des Abendlandes, die noch heute im Besitz des Fürstenhauses Liechtenstein ist und als eine der wichtigsten Touristenattraktionen der Steiermark gilt. Prinz Emanuel von und zu Liechtenstein ist in die großen Fußstapfen seiner Eltern getreten und hat gemeinsam mit seiner Ehefrau Sonja längst eigene Visionen für den Erhalt der wohl bekanntesten steirischen Burg entwickelt.
Auf Schloss Kornberg führt Schlossherr Andreas Bardeau höchstpersönlich durch die opulent ausgestatteten Salons seines Schlosses und hat so manches Bonmot aus der weitreichenden Familiengeschichte der Bardeaus für seine Gäste parat. Das Adelsgeschlecht, das seit 1871 in Besitz von Schloss Kornberg ist, wurde 1911 von Kaiser Franz Joseph in den österreichischen Grafenstand erhoben.
Schloss Kapfenstein im Vulkanland hat sich zu einem wahren Genusstempel entwickelt. Hier kreiert die zehnköpfige Winzer- und Hoteliersfamilie Winkler-Hermaden international anerkannten Wein auf vulkanischem Boden. Christof Winkler-Hermaden, der sich um die Geschicke des Weinkellers kümmert, lädt zu seiner stilechten Hochzeit in die malerischen Weinhänge rund um das Schloss.
Besonders in der Weststeiermark sind unverwechselbare Weine und Schlossanlagen untrennbar miteinander verbunden. Schloss Stainz, das Zentrum des Schilcherlandes, war einst im Besitz des steirischen Reformers Erzherzog Johann. Er hat die Kultivierung der Blauen Wildbacherrebe in der Region forciert und damit den Siegeszug des typisch weststeirischen Schilcherweins eingeläutet, der bis heute im einstigen Versuchsweingarten am Fuße des Schlosses angebaut wird. Franz Meran, der Urururenkel des Erzherzogs leitet heute die Geschicke des Hauses. Als Förster ist er ein wahrer Naturbursch und lädt zum Sinnieren in seinen Wald - jenen Ort, an dem er sich am allerwohlsten fühlt.
Ein Zentrum der Archäologie ist die Burg Deutschlandsberg. Ständige Ausgrabungen im Burgareal fördern zahlreiche Fundstücke zutage, die die frühgeschichtliche Besiedelung des Landes dokumentieren. Ein Team von Wissenschaftlern und Restauratoren hegt und pflegt die kostbaren Güter im reichhaltig ausgestatteten Burgmuseum.
Auch Schloss Piber hat sich zu einem weststeirischen Wahrzeichen entwickelt. Im einstigen kaiserlichen Militärgestüt des Schlosses werden seit nunmehr 100 Jahren die weltberühmten Lipizzaner gezüchtet und für ihren Einsatz in der Spanischen Hofreitschule in Wien vorbereitet. Sonja Klima, die neue Leiterin der Hofreitschule ist auch die Herrin über das Schloss und das Gestüt in Piber. In der Welt der Pferde ist sie ganz in ihrem Element - bereits als kleines Mädchen war sie von den edlen Tieren fasziniert.
Eine Dokumentation von Alfred Ninaus und Fritz Aigner
Vom Strudengau bis ins Obere Mühlviertel - die Burgen und Schlösser in der oberösterreichischen Donauregion werden von ihren Besitzerinnen und Besitzern mit Weitblick für die kommenden Generationen bewahrt.
1822 hat die Familie Sachsen-Coburg und Gotha Schloss Greinburg in Grein an der Donau erworben. Erbprinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha besucht das älteste Wohnschloss Österreichs mehrmals im Monat. Weiter westlich befindet sich die vorgeblich älteste Stadt Österreichs: Enns. Als Teil der Stadtbefestigung dienten einst Teile der Anlage von Schloss Ennsegg. Nur wenige Kilometer von der Landeshauptstadt Linz entfernt befindet sich in der Stadtgemeinde Steyregg das gleichnamige Schloss, auf dem Niklas Salm-Reifferscheidt seit 2009 die Forst- und Gutsverwaltung leitet. Seit rund 450 Jahren ist Schloss Starhemberg in Eferding westlich von Linz im Besitz der fürstlichen Familie Starhemberg. Heute beherbergt es das Familienmuseum, sowie das Museum der Stadt Eferding, und es ist der Wohnsitz des heutigen Besitzers Georg Adam Starhemberg. Schloss Altenhof im Oberen Mühlviertel gehörte einst wie auch die in der unmittelbaren Umgebung gelegene Burg Falkenstein zur Herrschaft der mächtigen Falkensteiner. Seit über 400 Jahren sind Schloss Altenhof und die Ruine Falkenstein im Besitz der Grafen Salburg-Falkenstein.
Sie handeln von Narren, die die Welt regieren, von Bergsteigerschicksalen und ruhlosen Burggeistern - die Geschichten in Südtirols Burgen und Schlössern sind gleichsam bunt wie geheimnisvoll.
*
Vom Vinschgau bis ins Ahrntal - in Südtirol sind die Anzahl und Dichte an Burgen und Schlössern so hoch wie kaum sonst wo in Europa. Gepflegt und belebt werden sie von Menschen, die Verantwortung spüren, nicht nur für das Erbe ihrer Ahnherren, sondern für das ganze Land.
*
Wenn der Sommer dem Herbst weicht, werden sie in ein außergewöhnliches Licht gerückt: Südtirols Burgen und Schlösser stehen nun in der Auslage.
Im Vinschgau im äußersten Westen des Landes ist für Johannes Trapp die Zeit der Obsternte angebrochen. Vom Frühjahr bis in den Herbst lebt er auf der Churburg über Schluderns, die seit mehr als 500 Jahren im Besitz seiner Familie ist. Der "Herr Graf", wie er im Ort genannt wird, kümmert sich auch persönlich um die Führungen durch die um 1259 errichtete Burg.
Weiter östlich im Burggrafenamt rund um die Stadt Meran befindet sich Schloss Schenna. In dem um 1350 erbauten Baujuwel dreht sich alles um den Ahnherren der Grafen von Meran, den steirischen Prinzen Erzherzog Johann, der sich schon als Kind in das Tiroler Land verliebt hatte. Hier wollte er begraben sein. Der heutige Schlossherr Franz Spiegelfeld begegnet dem Wirken seines Vorfahren und dessen Verdiensten mit dankbarer Demut.
Von herausragender Bedeutung für das ganze Land ist Schloss Tirol. Die im 11. Jahrhundert errichtete Anlage in Dorf Tirol gilt als Wiege der Grafschaft Tirol. Heute beherbergt sie das Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte. Der Museumsdirektor und Kunsthistoriker Leo Andergassen präsentiert hier eine mittelalterliche Bilderwelt, die ihresgleichen sucht.
Am Fuße von Schloss Tirol ist die Brunnenburg ein weiterer architektonischer Blickfang. Die hochmittelalterliche Hangburg wurde um 1250 zur Absicherung des Weges erbaut. Heute lebt und wirkt Siegfried De Rachewiltz in den verwinkelten Gemäuern. Der Kulturhistoriker und Schriftsteller ist der Enkelsohn des amerikanischen Dichters Ezra Pound, der auf der Brunnenburg zwischen 1958 und 1962 gelebt hat: hier wollte er sein Hauptwerk "Die Cantos" beenden, hier haderte er aber auch mit seiner Vergangenheit als Unterstützer des italienischen Faschismus.
Über dem Südwesten des Bozener Talkessels thront die Festungsanlage von Schloss Sigmundskron - auch Firmian genannt. Sie ist ein symbolischer Ort für die Südtiroler Zeitgeschichte. Heute beherbergt Sigmundskron das Herzstück der Museenwelt von Reinhold Messner. Die Südtiroler Bergsteigerlegende hat sich hier einen Traum erfüllt. Geführt wird das Haus von Messners Tochter Magdalena, die in den Jahren ihrer Kindheit mit den Geschichten über die waghalsigen Expeditionen ihres Vaters zu Bett gebracht wurde.
Seit dem 13. Jahrhundert wacht Burg Taufers auf ihrem felsigen Thron über dem Eingang zum Ahrntal. Der Castellan Alexander Maier setzt bei seinen Führungen durch die einstmalige Dynastenburg der Herren von Taufers vor allem auf Humor. Ob bei der Schilderung der grausamen mittelalterlichen Rechtsprechung im ehemaligen Gerichtssaal oder beim Hinweis auf knarrende Spukerscheinungen im sogenannten Geisterzimmer - stets serviert er die Geschichten in den mystischen Mauern mit einem Augenzwinkern.
Eine Dokumentation von Fritz Aigner
Ob als Ort des Gebets und der Seelsorge oder als Schauplatz für moderne Designkultur - die Schlösser vom steirischen Joglland bis in die Weststeiermark werden heute vielfältiger genutzt denn je.
*
Sie laden zur Hochzeit im romantischen Ambiente oder zum Boxtraining in einer barocken Anlage - die Schlossherren und -damen vom Joglland bis in die Weststeiermark wollen die perfekten GastgeberInnen sein, setzen die Häuser gleichsam traditionsbewusst wie bunt in Szene.
*
Den Ausgangspunkt bildet Stift Vorau, eines der wichtigsten geistlichen Zentren der Steiermark, dessen wehrhafter Burgcharakter bis heute spürbar ist. In der Stiftsbibliothek werden Handschriften gehütet, die für die Kulturgeschichte des gesamten deutschen Sprachraums von größter Bedeutung sind. Der erst 34-jährige Bernhard Mayrhofer lenkt als Probst die Geschicke der Augustiner-Chorherren, die sich von hier aus um die Seelsorge in der Region kümmern.
Im steirischen Apfelland befindet sich das zweitgrößte Barockschloss Österreichs, Schloss Schielleiten. Was einst als stolzer Wohnbau der Reichsgrafen Wurmbrand-Stuppach errichtet wurde, beheimatet heute das älteste Bundessportzentrum Österreichs samt zugehörigem Hotel. Direktor Gerhard Reiterer lotst Sportler/innen aller Art hierher - vom Boxernachwuchs bis hin zum Tanz-Nationalteam. Schloss Schielleiten und sein Schlosspark bieten nicht nur Ruhe für jene, die konzentriert trainieren müssen- Der steirische Schlosskutscher Rudi Allmer, der in unmittelbarer Nachbarschaft lebt, nutzt die barocke Anlage als Startpunkt für seine Rundfahrten quer durch das Land.
Ein urbanes Zentrum der Oststeiermark ist die Stadt Hartberg. Hier verdeutlichen Reinhold Glehr und Johann Hofer vom historischen Verein Hartberg, dass die Geschichte des im 12. Jahrhundert als Teil der Stadtwehranlage errichteten Schlosses Hartberg, das heute vor allem als Veranstaltungslocation dient, und die Entwicklung der Stadt untrennbar miteinander verbunden sind - ein Schloss als Keimzelle des weltlichen Kleinstadtlebens.
Weiter südöstlich am Rande der Stadt Fürstenfeld befindet sich Schloss Welsdorf, eine beschauliche Schlossanlage und Eigenheim von Clemens und Silvia Sadnik, die den romantischen Schlosshof im Sommer als Hochzeitslocation vermarkten - mit Witz, Charme und Leidenschaft. Zudem sind sie Nebenerwerbslandwirte, halten und züchten Hochlandrinder.
Abschließend führt der Film in die Weststeiermark zu Schloss Hollenegg, das seit 1821 im Besitz der Familie Liechtenstein ist. Hier lebt und wirkt Alice Stori Liechtenstein. Die Kuratorin bietet aufstrebenden DesignerInnen Ausstellungsmöglichkeiten im Schloss, lädt sie aber auch zu Residenzprogrammen ein, um im historischen Ambiente, das hier so viele Stilepochen vereint, an zeitgenössischen Designprojekten zu arbeiten.
Eine Dokumentation von Fritz Aigner und Alfred Ninaus
Sie sind Wahrzeichen und hüten unverwechselbare Kulinarik - die Burgen und Schlösser vom Vulkanland bis ins Schilcherland. Ihre Geschichten sind unerlässlich für die steirische Identität.
*
Dem Edlen verpflichtet - dafür stehen die Schlossherren und -damen in diesen Regionen. Ob als freigeistige Winzer oder als Hüter der weltberühmten Lipizzaner - sie alle haben sich der Tradition ihrer Häuser verschrieben und diese in die Moderne geführt.
*
Ausgangspunkt der filmischen Reise vom steirischen Vulkanland ins Schilcherland in der Weststeiermark ist die imposante Riegersburg, die wohl stärkste historische Festung des Abendlandes, die noch heute im Besitz des Fürstenhauses Liechtenstein ist und als eine der wichtigsten Touristenattraktionen der Steiermark gilt. Prinz Emanuel von und zu Liechtenstein ist in die großen Fußstapfen seiner Eltern getreten und hat gemeinsam mit seiner Ehefrau Sonja längst eigene Visionen für den Erhalt der wohl bekanntesten steirischen Burg entwickelt.
Auf Schloss Kornberg führt Schlossherr Andreas Bardeau höchstpersönlich durch die opulent ausgestatteten Salons seines Schlosses und hat so manches Bonmot aus der weitreichenden Familiengeschichte der Bardeaus für seine Gäste parat. Das Adelsgeschlecht, das seit 1871 in Besitz von Schloss Kornberg ist, wurde 1911 von Kaiser Franz Joseph in den österreichischen Grafenstand erhoben.
Schloss Kapfenstein im Vulkanland hat sich zu einem wahren Genusstempel entwickelt. Hier kreiert die zehnköpfige Winzer- und Hoteliersfamilie Winkler-Hermaden international anerkannten Wein auf vulkanischem Boden. Christof Winkler-Hermaden, der sich um die Geschicke des Weinkellers kümmert, lädt zu seiner stilechten Hochzeit in die malerischen Weinhänge rund um das Schloss.
Besonders in der Weststeiermark sind unverwechselbare Weine und Schlossanlagen untrennbar miteinander verbunden. Schloss Stainz, das Zentrum des Schilcherlandes, war einst im Besitz des steirischen Reformers Erzherzog Johann. Er hat die Kultivierung der Blauen Wildbacherrebe in der Region forciert und damit den Siegeszug des typisch weststeirischen Schilcherweins eingeläutet, der bis heute im einstigen Versuchsweingarten am Fuße des Schlosses angebaut wird. Franz Meran, der Urururenkel des Erzherzogs leitet heute die Geschicke des Hauses. Als Förster ist er ein wahrer Naturbursch und lädt zum Sinnieren in seinen Wald - jenen Ort, an dem er sich am allerwohlsten fühlt.
Ein Zentrum der Archäologie ist die Burg Deutschlandsberg. Ständige Ausgrabungen im Burgareal fördern zahlreiche Fundstücke zutage, die die frühgeschichtliche Besiedelung des Landes dokumentieren. Ein Team von Wissenschaftlern und Restauratoren hegt und pflegt die kostbaren Güter im reichhaltig ausgestatteten Burgmuseum.
Auch Schloss Piber hat sich zu einem weststeirischen Wahrzeichen entwickelt. Im einstigen kaiserlichen Militärgestüt des Schlosses werden seit nunmehr 100 Jahren die weltberühmten Lipizzaner gezüchtet und für ihren Einsatz in der Spanischen Hofreitschule in Wien vorbereitet. Sonja Klima, die neue Leiterin der Hofreitschule ist auch die Herrin über das Schloss und das Gestüt in Piber. In der Welt der Pferde ist sie ganz in ihrem Element - bereits als kleines Mädchen war sie von den edlen Tieren fasziniert.
Eine Dokumentation von Alfred Ninaus und Fritz Aigner
Vom Strudengau bis ins Obere Mühlviertel - die Burgen und Schlösser in der oberösterreichischen Donauregion werden von ihren Besitzerinnen und Besitzern mit Weitblick für die kommenden Generationen bewahrt.
1822 hat die Familie Sachsen-Coburg und Gotha Schloss Greinburg in Grein an der Donau erworben. Erbprinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha besucht das älteste Wohnschloss Österreichs mehrmals im Monat. Weiter westlich befindet sich die vorgeblich älteste Stadt Österreichs: Enns. Als Teil der Stadtbefestigung dienten einst Teile der Anlage von Schloss Ennsegg. Nur wenige Kilometer von der Landeshauptstadt Linz entfernt befindet sich in der Stadtgemeinde Steyregg das gleichnamige Schloss, auf dem Niklas Salm-Reifferscheidt seit 2009 die Forst- und Gutsverwaltung leitet. Seit rund 450 Jahren ist Schloss Starhemberg in Eferding westlich von Linz im Besitz der fürstlichen Familie Starhemberg. Heute beherbergt es das Familienmuseum, sowie das Museum der Stadt Eferding, und es ist der Wohnsitz des heutigen Besitzers Georg Adam Starhemberg. Schloss Altenhof im Oberen Mühlviertel gehörte einst wie auch die in der unmittelbaren Umgebung gelegene Burg Falkenstein zur Herrschaft der mächtigen Falkensteiner. Seit über 400 Jahren sind Schloss Altenhof und die Ruine Falkenstein im Besitz der Grafen Salburg-Falkenstein.
Sie handeln von Narren, die die Welt regieren, von Bergsteigerschicksalen und ruhlosen Burggeistern - die Geschichten in Südtirols Burgen und Schlössern sind gleichsam bunt wie geheimnisvoll.
*
Vom Vinschgau bis ins Ahrntal - in Südtirol sind die Anzahl und Dichte an Burgen und Schlössern so hoch wie kaum sonst wo in Europa. Gepflegt und belebt werden sie von Menschen, die Verantwortung spüren, nicht nur für das Erbe ihrer Ahnherren, sondern für das ganze Land.
*
Wenn der Sommer dem Herbst weicht, werden sie in ein außergewöhnliches Licht gerückt: Südtirols Burgen und Schlösser stehen nun in der Auslage.
Im Vinschgau im äußersten Westen des Landes ist für Johannes Trapp die Zeit der Obsternte angebrochen. Vom Frühjahr bis in den Herbst lebt er auf der Churburg über Schluderns, die seit mehr als 500 Jahren im Besitz seiner Familie ist. Der "Herr Graf", wie er im Ort genannt wird, kümmert sich auch persönlich um die Führungen durch die um 1259 errichtete Burg.
Weiter östlich im Burggrafenamt rund um die Stadt Meran befindet sich Schloss Schenna. In dem um 1350 erbauten Baujuwel dreht sich alles um den Ahnherren der Grafen von Meran, den steirischen Prinzen Erzherzog Johann, der sich schon als Kind in das Tiroler Land verliebt hatte. Hier wollte er begraben sein. Der heutige Schlossherr Franz Spiegelfeld begegnet dem Wirken seines Vorfahren und dessen Verdiensten mit dankbarer Demut.
Von herausragender Bedeutung für das ganze Land ist Schloss Tirol. Die im 11. Jahrhundert errichtete Anlage in Dorf Tirol gilt als Wiege der Grafschaft Tirol. Heute beherbergt sie das Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte. Der Museumsdirektor und Kunsthistoriker Leo Andergassen präsentiert hier eine mittelalterliche Bilderwelt, die ihresgleichen sucht.
Am Fuße von Schloss Tirol ist die Brunnenburg ein weiterer architektonischer Blickfang. Die hochmittelalterliche Hangburg wurde um 1250 zur Absicherung des Weges erbaut. Heute lebt und wirkt Siegfried De Rachewiltz in den verwinkelten Gemäuern. Der Kulturhistoriker und Schriftsteller ist der Enkelsohn des amerikanischen Dichters Ezra Pound, der auf der Brunnenburg zwischen 1958 und 1962 gelebt hat: hier wollte er sein Hauptwerk "Die Cantos" beenden, hier haderte er aber auch mit seiner Vergangenheit als Unterstützer des italienischen Faschismus.
Über dem Südwesten des Bozener Talkessels thront die Festungsanlage von Schloss Sigmundskron - auch Firmian genannt. Sie ist ein symbolischer Ort für die Südtiroler Zeitgeschichte. Heute beherbergt Sigmundskron das Herzstück der Museenwelt von Reinhold Messner. Die Südtiroler Bergsteigerlegende hat sich hier einen Traum erfüllt. Geführt wird das Haus von Messners Tochter Magdalena, die in den Jahren ihrer Kindheit mit den Geschichten über die waghalsigen Expeditionen ihres Vaters zu Bett gebracht wurde.
Seit dem 13. Jahrhundert wacht Burg Taufers auf ihrem felsigen Thron über dem Eingang zum Ahrntal. Der Castellan Alexander Maier setzt bei seinen Führungen durch die einstmalige Dynastenburg der Herren von Taufers vor allem auf Humor. Ob bei der Schilderung der grausamen mittelalterlichen Rechtsprechung im ehemaligen Gerichtssaal oder beim Hinweis auf knarrende Spukerscheinungen im sogenannten Geisterzimmer - stets serviert er die Geschichten in den mystischen Mauern mit einem Augenzwinkern.
Eine Dokumentation von Fritz Aigner
Ob als Ort des Gebets und der Seelsorge oder als Schauplatz für moderne Designkultur - die Schlösser vom steirischen Joglland bis in die Weststeiermark werden heute vielfältiger genutzt denn je.
*
Sie laden zur Hochzeit im romantischen Ambiente oder zum Boxtraining in einer barocken Anlage - die Schlossherren und -damen vom Joglland bis in die Weststeiermark wollen die perfekten GastgeberInnen sein, setzen die Häuser gleichsam traditionsbewusst wie bunt in Szene.
*
Den Ausgangspunkt bildet Stift Vorau, eines der wichtigsten geistlichen Zentren der Steiermark, dessen wehrhafter Burgcharakter bis heute spürbar ist. In der Stiftsbibliothek werden Handschriften gehütet, die für die Kulturgeschichte des gesamten deutschen Sprachraums von größter Bedeutung sind. Der erst 34-jährige Bernhard Mayrhofer lenkt als Probst die Geschicke der Augustiner-Chorherren, die sich von hier aus um die Seelsorge in der Region kümmern.
Im steirischen Apfelland befindet sich das zweitgrößte Barockschloss Österreichs, Schloss Schielleiten. Was einst als stolzer Wohnbau der Reichsgrafen Wurmbrand-Stuppach errichtet wurde, beheimatet heute das älteste Bundessportzentrum Österreichs samt zugehörigem Hotel. Direktor Gerhard Reiterer lotst Sportler/innen aller Art hierher - vom Boxernachwuchs bis hin zum Tanz-Nationalteam. Schloss Schielleiten und sein Schlosspark bieten nicht nur Ruhe für jene, die konzentriert trainieren müssen- Der steirische Schlosskutscher Rudi Allmer, der in unmittelbarer Nachbarschaft lebt, nutzt die barocke Anlage als Startpunkt für seine Rundfahrten quer durch das Land.
Ein urbanes Zentrum der Oststeiermark ist die Stadt Hartberg. Hier verdeutlichen Reinhold Glehr und Johann Hofer vom historischen Verein Hartberg, dass die Geschichte des im 12. Jahrhundert als Teil der Stadtwehranlage errichteten Schlosses Hartberg, das heute vor allem als Veranstaltungslocation dient, und die Entwicklung der Stadt untrennbar miteinander verbunden sind - ein Schloss als Keimzelle des weltlichen Kleinstadtlebens.
Weiter südöstlich am Rande der Stadt Fürstenfeld befindet sich Schloss Welsdorf, eine beschauliche Schlossanlage und Eigenheim von Clemens und Silvia Sadnik, die den romantischen Schlosshof im Sommer als Hochzeitslocation vermarkten - mit Witz, Charme und Leidenschaft. Zudem sind sie Nebenerwerbslandwirte, halten und züchten Hochlandrinder.
Abschließend führt der Film in die Weststeiermark zu Schloss Hollenegg, das seit 1821 im Besitz der Familie Liechtenstein ist. Hier lebt und wirkt Alice Stori Liechtenstein. Die Kuratorin bietet aufstrebenden DesignerInnen Ausstellungsmöglichkeiten im Schloss, lädt sie aber auch zu Residenzprogrammen ein, um im historischen Ambiente, das hier so viele Stilepochen vereint, an zeitgenössischen Designprojekten zu arbeiten.
Eine Dokumentation von Fritz Aigner und Alfred Ninaus
Sie sind Wahrzeichen und hüten unverwechselbare Kulinarik - die Burgen und Schlösser vom Vulkanland bis ins Schilcherland. Ihre Geschichten sind unerlässlich für die steirische Identität.
*
Dem Edlen verpflichtet - dafür stehen die Schlossherren und -damen in diesen Regionen. Ob als freigeistige Winzer oder als Hüter der weltberühmten Lipizzaner - sie alle haben sich der Tradition ihrer Häuser verschrieben und diese in die Moderne geführt.
*
Ausgangspunkt der filmischen Reise vom steirischen Vulkanland ins Schilcherland in der Weststeiermark ist die imposante Riegersburg, die wohl stärkste historische Festung des Abendlandes, die noch heute im Besitz des Fürstenhauses Liechtenstein ist und als eine der wichtigsten Touristenattraktionen der Steiermark gilt. Prinz Emanuel von und zu Liechtenstein ist in die großen Fußstapfen seiner Eltern getreten und hat gemeinsam mit seiner Ehefrau Sonja längst eigene Visionen für den Erhalt der wohl bekanntesten steirischen Burg entwickelt.
Auf Schloss Kornberg führt Schlossherr Andreas Bardeau höchstpersönlich durch die opulent ausgestatteten Salons seines Schlosses und hat so manches Bonmot aus der weitreichenden Familiengeschichte der Bardeaus für seine Gäste parat. Das Adelsgeschlecht, das seit 1871 in Besitz von Schloss Kornberg ist, wurde 1911 von Kaiser Franz Joseph in den österreichischen Grafenstand erhoben.
Schloss Kapfenstein im Vulkanland hat sich zu einem wahren Genusstempel entwickelt. Hier kreiert die zehnköpfige Winzer- und Hoteliersfamilie Winkler-Hermaden international anerkannten Wein auf vulkanischem Boden. Christof Winkler-Hermaden, der sich um die Geschicke des Weinkellers kümmert, lädt zu seiner stilechten Hochzeit in die malerischen Weinhänge rund um das Schloss.
Besonders in der Weststeiermark sind unverwechselbare Weine und Schlossanlagen untrennbar miteinander verbunden. Schloss Stainz, das Zentrum des Schilcherlandes, war einst im Besitz des steirischen Reformers Erzherzog Johann. Er hat die Kultivierung der Blauen Wildbacherrebe in der Region forciert und damit den Siegeszug des typisch weststeirischen Schilcherweins eingeläutet, der bis heute im einstigen Versuchsweingarten am Fuße des Schlosses angebaut wird. Franz Meran, der Urururenkel des Erzherzogs leitet heute die Geschicke des Hauses. Als Förster ist er ein wahrer Naturbursch und lädt zum Sinnieren in seinen Wald - jenen Ort, an dem er sich am allerwohlsten fühlt.
Ein Zentrum der Archäologie ist die Burg Deutschlandsberg. Ständige Ausgrabungen im Burgareal fördern zahlreiche Fundstücke zutage, die die frühgeschichtliche Besiedelung des Landes dokumentieren. Ein Team von Wissenschaftlern und Restauratoren hegt und pflegt die kostbaren Güter im reichhaltig ausgestatteten Burgmuseum.
Auch Schloss Piber hat sich zu einem weststeirischen Wahrzeichen entwickelt. Im einstigen kaiserlichen Militärgestüt des Schlosses werden seit nunmehr 100 Jahren die weltberühmten Lipizzaner gezüchtet und für ihren Einsatz in der Spanischen Hofreitschule in Wien vorbereitet. Sonja Klima, die neue Leiterin der Hofreitschule ist auch die Herrin über das Schloss und das Gestüt in Piber. In der Welt der Pferde ist sie ganz in ihrem Element - bereits als kleines Mädchen war sie von den edlen Tieren fasziniert.
Eine Dokumentation von Alfred Ninaus und Fritz Aigner