Runner Runner
- USA 2013
- 82'
Starbesetzter Thriller von "Der Mandant"-Regisseur Brad Furman, der im Glücksspiel-Milieu angesiedelt ist: Hollywoodstar Justin Timberlake verliert in "Runner Runner" beim Online-Pokern all sein Geld und will die Verantwortlichen (Ben Affleck und Gemma Arterton) zur Rede stellen – mit ungeahnten Folgen.
Inhalt
Als junger und fast mittelloser College-Student verdient sich Richie Furst beim Online-Pokern recht erfolgreich Geld für sein Studium dazu – bis er eines Tages bei einem Spiel alles verliert.
Das will Richie jedoch nicht so einfach hinnehmen: Er ist sich sicher, dass er betrogen wurde und reist nach Costa Rica, um dort den Betreiber der Pokerseite zur Rede zu stellen.
Als er jedoch auf Ivan Block und dessen Partnerin Rebecca Shafran trifft, muß Richie feststellen, dass das Charisma und die Macht von Ivan weiter reichen als gedacht. Ein gefährliches Spiel beginnt...
Kritik
Uninspiriert und spannungslos
Man hätte sich von "Runner Runner" angesichts der hochkarätigen Darsteller-Riege einiges erwarten können: Da wäre zum einen Hollywood-Star Ben Affleck, der sich in den vergangenen Jahren immer mehr zum ernstzunehmenden Schauspieler und Regisseur entwickelte; dann Justin Timberlake, der inzwischen ebenfalls eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte, dass er neben musikalischem durchaus auch über schauspielerisches Talent verfügt; und schließlich das britische Allround-Talent Gemma Arterton, die es bereits im Alter von 22 Jahren zum Bondgirl gebracht hatte.
Doch trotz des vielversprechenden Schauspieler-Ensembles und eines Regisseurs, der mit "Der Mandant" bereits sein Gespür für atmosphärisch dichtes Spannungskino aufzeigen konnte, vermag die Inszenierung von US-Regisseur Brad Furman nicht zu überzeugen – zu vorhersehbar, uninspiriert und langweilig gestaltet sich die darin erzählte Crime-Story. Enttäuschend ist vor allem das substanzlose Drehbuch, das mit eindimensionalen Figuren und akuter Überraschungsarmut aufwartet, weitgehend ausgetretenen Pfaden folgt und insgesamt ziemlich platt und durchkalkuliert wirkt. Spannend ist "Runner Runner" jedenfalls nur selten – daran können selbst die bemüht agierenden Darsteller und die paradiesischen Aufnahmen des exotischen Costa Rica wenig ändern.