Der Karfreitag gilt als wichtigster Feiertag der evangelischen Kirchen. Allerdings wurde er als arbeitsfreier Tag für evangelische Christinnen und Christen, der ebenso für Altkatholiken und Methodisten galt, in Österreich 2019 gesetzlich abgeschafft: Als gesetzlicher Feiertag für Christen der genannten Kirchen stelle er eine religiöse Diskriminierung aller anderen Arbeitnehmer dar, hatte der Europäische Gerichtshof geurteilt. "kreuz & quer reportage" zeigt die religiöse Bedeutung des Karfreitags für die evangelischen Kirchen, zeichnet die Geschichte des Protestantismus in Österreich nach - und beleuchtet die facettenreiche Diskussion über das "Karfreitagsurteil", die bis heute andauert.
Im "kreuz & quer plus" Kunst zur Fastenzeit: Arnulf Rainer im Stephansdom.
Heilige Berge von oben und unten: In dieser ORF-III-Produktion zeugen Flugaufnahmen von Berggipfeln und Hügelketten im oberösterreichischen Alpenvorland und im Toten Gebirge von Kultstätten und Kirchen, die unsere Vorfahren errichteten. Im Tal mit Blick auf die Berge stehen der Mensch und seine Beziehung zu Natur und Kultur im Mittelpunkt. Der Film rückt das, was wir jeden Tag sehen, in ein anderes Licht, schaut auf das Alltägliche mit fremden, "frischen" Augen. Ob Berge "heilig" sind, im Sinne, dass man Gott näherkommt oder sich selbst, oder vielleicht für Augenblicke sich selbst vergisst, ist wohl abhängig vom Menschen, der die Berge besucht. Im Film erzählen Einheimische, Wanderer und BergsteigerInnen sehr persönliche Geschichten und Erlebnisse im Zusammenhang mit dem Bergsteigen.So erzählt Pfarrer Gerhard Hackl aus Vorderstoder vom Bergsteigen als Meditation, das vom Schauen zum Staunen und zum Danken führt. Eine ungewöhnliche Auseinandersetzung mit dem Thema "Berg" und ein Film, der zum Nachdenken und zu Respekt vor den Bergen anregt und den Begriff "Heilige Berge" in ein neues Licht rückt. (Doku 2021)
Die stille Bergwelt der Seckauer Alpen in den Niederen Tauern mit ihren Almen und schier uferlosen Wäldern wird in dieser Sendung durchstreift. Gezeigt wird das alte Kloster Seckau. Einstmals eine Salzburger Gründung und Sitz des Bischofs ist das Kloster heute eine bedeutende Schatzkammer steirischer Kunst und zugleich ein schulisches Zentrum der gleichnamigen Marktgemeinde und ihrer Umgebung. Weiters werden die beiden Kirchen "Maria Schnee", die eine auf der Hochalm über Seckau und die andere auf dem Gleinalmsattel und dazwischen die Grafenalm, in Seckau, beim Ingeringsee, Schloss Prankh und das Gleinalmschutzhaus zu sehen sein.
Nicht nur Weihnachten ist ein Anlass zum Backen: Auch zu Ostern gibt es in ganz Europa traditionelles Backwerk. Die Vielfalt erklärt sich durch religiöse Unterschiede und regionale Eigenheiten.
Eine Zutat steht zu Ostern ganz besonders im Mittelpunkt: die Hefe. Der Pilz, der in Österreich auch Germ genannt wird, macht den Teig flaumig. Ohne ihn wären Osterspezialitäten wie die Colomba Pasquale aus Italien oder der Kärntner Reindling undenkbar.
Ein süßer Hefeguglhupf, gefüllt mit Zucker, Zimt und oft auch geriebenen Nüssen dient als Unterlage für herzhaften Osterschinken und scharfen Kren: Was für Nicht-Kärntner nach einer gewagten kulinarischen Kombination klingt, ist in Österreichs südlichstem Bundesland Standard - keine traditionelle Osterjause ohne Reindling. Und wie bei jedem Traditionsgebäck hat jede Familie ihr eigenes Rezept, ihre ganz persönlichen, geheimnisvollen Mischverhältnisse von Zutaten und Gewürzen. Diesen Back-Geheimnissen geht Anita Lackenberger in ihrer neuen Dokumentation "Pinzen, Fladen, süße Zöpfe - Osterzauber in Europa" auf den Grund. Sie entdeckt auch die slowenische Verwandte des Reindling: die Pogaca. Auch für sie wird Germteig süß gefüllt, eingerollt und in einer runden Form gebacken. Zu Ostern lieben die Slowenen auch ihre Potica, ebenfalls aus gefülltem Germteig, allerdings in Form eines Strudels.
Auch eine andere typische Oster-Spezialität, die Pinze, stammt aus dem Raum Südösterreich, Slowenien, Kroatien. Der Name stammt vom italienischen "pinza", zu Deutsch "Schere" oder "Zange" und weist auf eine Besonderheit dieses Hefe-Gebäcks hin: Der Teigballen wird vor dem Backen mit einer Schere eingeschnitten und so erhält die Pinze ihre charakteristische Form.
Anita Lackenberger reist auf der Suche nach den traditionsreichsten Rezepten quer durch Europa und erzählt dabei auch ein Stück europäischer Kulinarik-Geschichte. Im Norden Deutschlands gibt es an den Osterfeiertagen Osterfladen, die zum Frühstück und/oder zum Nachmittagstee gereicht werden. Der Osterfladen ist vor allem in der protestantischen Ostertradition verankert und erinnert an die Matzen - das ungesäuerte Brot - des jüdischen Pessachfestes. In Bayern hingegen werden aus Hefeteig wahre Kunstwerke geformt. Osterhase und Osterlamm sind nur zwei Varianten der in Süddeutschland gebräuchlichen österlichen Gebildebrote. Die deutschen Backtraditionen zeigen auch die historisch gewachsenen Kulturunterschiede zwischen dem evangelischen Norden und dem katholischen Süden.
In Ligurien darf nicht nur die "Ostertaube - Colomba di Pasqua" auf keinem Ostertisch fehlen, sondern auch der Ligurische Osterkuchen, der mit Spinat und Eiern gefüllt wird, ein würzig-herzhaftes Rezept.
Die Schweiz steuert den Osterzopf, selbstverständlich auch aus Germteig, bei und zum Abschluss geht es noch in DAS Osterland Europas. In Polen gibt es eine besondere Vielfalt an Osterrezepten wie die Ostertorte Mazurek, das Osterbrot Paska und den Osterkuchen Babka.
Gefilmt wird in privaten Haushalten, aber auch bei Bäckern und Konditoren.
Eine Dokumentation von Anita Lackenberger
Conny und Peter sind die Stars der Band im Landschulheim. Für die Musikliebe der Teenager haben nicht alle Lehrer Verständnis, da sie um die schulischen Leistungen fürchten. Als Peters Mutter erkrankt, nimmt dieser einen Job als Eisverkäufer an. Aber auch seine Freunde bleiben nicht untätig. Sie schleichen sich nachts zu bezahlten Bandauftritten aus dem Haus, um das Geld für die Operation aufzubringen.
Mit Cornelia Froboess, Peter Kraus, Loni Heuser, Rudolf Vogel, Peter Vogel
Bei einem Fahrradunfall lernt Conny den Kellner Peter kennen, der sie netterweise bis zur Bushaltestelle mitnimmt. Doch als der Kavalier zu spät bei seinem Arbeitsplatz eintrifft, bezahlt er diese Unpünktlichkeit mit seinem Job. Mit einem kleinen Schwindel verschafft ihm Conny eine Anstellung als Detektiv, der im berühmten Palace-Hotel mysteriöse Diebstähle aufdecken soll.
Mit Cornelia Froboess, Peter Kraus, Gustav Knuth, Walter Gross, Ralf Wolter
Eder bekommt Besuch von seiner Schwester und deren Tochter Bärbel. Das Mädchen spielt mit Pumuckls Bettchen und seiner Schaukel, was diesem gar nicht gefällt. Er zwickt sie und wirft Gegenstände in der Werkstatt herum. Eders Schwester geht zwischendurch zum Zahnarzt und Pumuckl treibt so viel Schabernack, dass Eder dem Mädchen die Geschichte von dem Kobold anvertraut. Bärbel setzt nun alles daran, Pumuckl zu sehen: Sie verteilt überall Bonbons und bestreicht die halbe Werkstatt mit Leim, damit Pumuckl daran kleben bleibt. Aber der lässt sich nicht so leicht leimen.
Eders Freund Bernbacher hat beschlossen, seinen Geburtstag in der Wirtschaft mit einem großen Spanferkelessen zu feiern. Für Pumuckl ist das natürlich aufregend und so ist er arg enttäuscht, dass ihm Eder nicht erlaubt mitzukommen. Er schließt Pumuckl in der Werkstatt ein. Doch als das Essen in vollem Gange ist, taucht Pumuckl unsichtbar in der Wirtschaft auf. An der üppig gedeckten Tafel passiert eine Katastrophe nach der anderen.
Meister Eder kommt auf die Idee, von Pumuckl ein Abbild zu machen und er schnitzt eine Holzpuppe. Misstrauisch beobachtet Pumuckl das Werk. Die Kundin Frau Hörmann näht für die Figur noch passende Kleider und bringt Eder auch auf die Idee, die Puppe an Fäden aufzuhängen und so eine Marionette daraus zu machen. Eder gibt ihr den Namen Puwackl und an den Schnüren ist sie fast so lebendig wie der Pumuckl selbst. Da wird der Kobold richtig eifersüchtig.
Drei Kinder aus der Nachbarschaft von Meister Eder wollen Anja einen gehörigen Schrecken einjagen. Anja ist nämlich ein Mädchen aus dem gleichen Haus und behauptet immer, dass sie vor nichts Angst hat. Pumuckl hat diesen Plan mitbekommen und beschließt, dabei mitzuwirken. Er übt fleißig unheimliche Rufe und Geräusche, denn die Aktion soll im Keller stattfinden, wo Anja täglich Getränke holt. Eder folgt Pumuckl in den Keller, um ihn an seinem Vorhaben zu hindern. Schließlich steckt er Pumuckl in einen großen Karton, weil dieser nicht folgen will. Wenig später kommen drei Kinder mit einer Katze, vor der Anja erschrecken soll. Die Katze interessiert sich sehr für die Geräusche, die aus dem Karton kommen und sie versucht ihn zu öffnen. Pumuckl ist in Gefahr.
Eder bekommt Besuch von seiner Cousine Irma und ihrem Sohn Fritz. Es gibt Kaffee und Kuchen und eine große Schüssel Schlagrahm. Damit Pumuckl beim Kaffeetrinken nicht dauernd durch heimliches Mitnaschen stört, verspricht Eder ihm eine Extraportion Sahne. Nachdem der Tisch abgeräumt ist, machen sich der kleine Fritz und der mitgebrachte Hund in der Küche über Pumuckls Extra-Sahneportion her. Um wenigstens etwas abzubekommen, isst Pumuckl eilig mit. Fritz und seine Mutter verabschieden sich, aber nicht für lange: Schon nach wenigen Minuten kommen sie zurück, weil Fritz von der Sahne schlecht geworden ist. Besorgt gibt Eder dem Jungen ein paar Tropfen Magenbitter. Das hätte er nicht tun sollen, denn nun macht sich Pumuckl über die Magenbitterflasche her.
Eder und Pumuckl gehen in den Zoo. Die vielen fremden Tiere sind neu und aufregend für den kleinen Kobold. Als Eder sich bei einem Glas Bier ausruht und dabei einschläft, benutzt Pumuckl die Gelegenheit, um allein auf Entdeckungsreise zu gehen. Im Käfig mit den Meerschweinchen passiert ihm das, wovor er immer am meisten Angst hat: Er bleibt an einem Drahtende hängen. Und nach dem Koboldgesetz wird ein Kobold sofort sichtbar, wenn er an einer Sache hängen bleibt, die von Menschenhand gemacht ist. Außerdem muss er beim Besitzer der Sache bleiben. Es gelint ihm noch, sich mit einem Salatblatt zu verdecken, aber eines der hungrigen Meerschweinchen frisst unaufhaltsam das Blatt auf. Meister Eder sucht schon fieberhaft nach Pumuckl.
Der Pumuckl möchte unbedingt lesen und schreiben lernen. Eder bemüht sich sehr, es ihm beizubringen, aber Pumuckl ist viel zu ungeduldig. Er möchte unbedingt sofort Briefe schreiben. Eder gibt ihm Papier und voll Hingabe schreibt Pumuckl seinen ersten Brief: "Vier kalt" steht darin. Und wer soll nun den Brief bekommen? Die Hausmeisterin. Als diese den Brief findet, ist sie sehr erstaunt und schüttelt den Kopf. Diese Wirkung beflügelt Pumuckl, ihr gleich noch einmal zu schreiben. Über diesen zweiten Brief ist die Hausmeisterin noch erstaunter, aber auch schon beängstigt, weil die Briefe ja auch von einem gefährlichen Irren sein könnten. Sie sieht sich in dieser Vermutung bestätigt, als sie noch einen Brief bekommt.
Über die Osterfeiertage ist Eder bei seiner Schwester eingeladen, die zusammen mit ihrem Mann und der Tochter Bärbel in einem Haus mit großem Garten wohnt. Pumuckl kommt natürlich mit. Als nun für die kleine Bärbel Ostereier im Garten versteckt werden, findet Pumuckl, dass die Verstecke viel zu einfach sind und bringt die Eier und Süßigkeiten an ungewöhnliche Plätze. Groß ist daher dann auch die Enttäuschung von Bärbel, weil sie nichts findet. Erst nach intensivem gemeinsamen Suchen, an dem sich auch Eder beteiligt, tauchen die Ostereier wieder auf. Pumuckl ärgert sich darüber, dass Eder dabei die meisten Verstecke erraten und verraten hat und nimmt Rache.
Am ersten April machen Meister Eders Stammtischbrüder dem Pumuckl Konkurrenz, indem sie den Schreinermeister in den April schicken: Sie erzählen Meister Eder von einem Handwerkskollegen, der ebenfalls so einen Kobold wie den Pumuckl habe. Eder ist froh, endlich einen Gesprächspartner in dieser Sache zu haben und besucht den Schreinermeister Zacharias. Doch dieser reagiert nur mit großem Unverständnis. Eder merkt, was die anderen mit ihm angestellt haben und nun tritt Pumuckl auf den Plan.
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In dieser Ausgabe von Kultur Heute erLesen Spezial begrüßt Heinz Sichrovsky unter anderem eine wahre Größe der österreichischen Literatur: Robert Menasse. Sein neues Buch "Die Lebensentscheidung" ist ein eindringliches Buch über Leben und Sterben, über Liebe, Familie und Abschied nehmen. Ebenfalls zu Gast ist Laura Freudenthaler mit ihrem neuen Roman "Iris". Ein feministischer Text darüber, was es für eine Frau bedeutet, dass Erfahrungen in ihre Körper eingeschrieben sind, über Generationen und Jahrhunderte hinweg.
Wer das Traunviertel erleben will, fährt am besten nach Molln. Die beschauliche Gemeinde an der Steyr pflegt noch Traditionen wie das Flößen. Einst ein wichtiger Transportweg, ist das Floßfahren heute eine Attraktion für erlebnishungrige Besucherinnen und Besucher. Floßmeister Fritz Dirninger, ein Original aus der Gegend, baut mit ihnen händisch ein Floß zusammen und fährt dann wie in früheren Tagen die Steyr hinunter. Der Landwirt Benjamin Kirchweger betreut ein Kraftwerk, das aus dem Jahr 1936 stammt. Michaela Hollbuchner ist Sennerin und Hüttenwirtin und verwirklicht sich auf der Alm ihren Lebenstraum. Legendär waren einst die sogenannten blauen Sensen - noch bis vor hundert Jahren wurden sechs Millionen davon aus oberösterreichischen Schmieden exportiert. Der Betrieb von Johann Schmidberger hat sogar einst die Harnische für die vatikanische Schweizergarde hergestellt. Alfred Fürschuß kennt als Holzschnitzer noch die alten Arbeitsumstände der Holzknechte - damals war noch Sechzigstundenwoche. Auch Fritz Kammerhuber, der Obmann des Wilderermuseums, weiß noch von den alten Zeiten zu erzählen. R: Markus Fischer
Das Osterfest in der Steiermark ist von viel Tradition und Brauchtum geprägt. In Fischbach findet seit über 20 Jahren der Osterhasenkirtag statt. Die Fischbacher Tanzlmusi sorgt für gute Stimmung, während Robert Haider ein 15kg schweres Osterkipferl bäckt und an die Besucher des Kirtags verteilt. Charakteristisch für Fischbach sind auch die hunderten Holzosterhasenfiguren, die durch den Ort verteil aufgestellt sind. Erika Schöngrundner stellt seit den Anfangstagen des Kirtags solche her. In Stübing in der Steiermark befindet sich eines der größten Freilichtmuseen Europas. Hier wird auch Brauchtum gelebt. Am schmerzhaften Freitag, dem Freitag vor dem Palmsonntag, treffen sich hier jedes Jahr um fünf Uhr in der Früh Menschen, um gemeinsam Palmbuschen zu binden. Der Volksmund spricht den Palmbuschen, die noch vor Sonnenaufgang gebunden werden, besondere Kraft zu. Der Heimatdichter Peter Rinner aus Gratkorn weiß einige Bräuche mit viel Ironie zu erzählen. Als Kind konnte er sich schwer vorstellen, dass die Glocken am Gründonnerstag nach Rom fliegen würden. Sie seien doch viel zu schwer - und außerdem: Was hätten sie dort verloren? Osterfleisch, Weihfeuer und Fleischweihe, Palmkätzchen und Ostereier sind heute vielen Menschen ein Begriff, die Geheimnisse, die sie umgeben, sind aber vielerorts vergessen.
Bevor in Filzmoos der Tourismus einzog, lebte der Ort von seinen Bergbauern. Das alte Filzmoos gibt es noch immer, wenn auch nur mehr in kleinen Rückzugsbereichen: Hier leben und arbeiten die Menschen noch so wie zur Zeit der Großeltern. Der technische Fortschritt hat auf den steilen Hängen nur wenig Platz. Christian Papke portraitiert das Landleben hier im Pongau am Fuß des Dachsteins. Er porträtiert mehrere Familien, die hier die Almen bewirtschaften und die bei aller körperlicher Anstrengung jeden Tag so etwas wie Eins-Sein mit sich empfinden.
Rund um den Traunsee zeigt Regisseur Lukas Dallinger die Menschen, die hier seit Generationen verwurzelt sind, und ihre Lebensweisen. Eingeschnitten in den Kalkalpen, ist der Traunsee das tiefste Binnengewässer in Österreich, daher auch im Sommer nur mittelmäßig warm. Umso beliebter sind die Bootsfahrten, auch mit den traditionellen "Plätten", die dort gefertigt werden. Auch die Gmundner Keramik ist eine regionale Spezialität, auf die die Leute hier stolz sind. Bei schönem Wetter findet am nahe gelegenen Traunstein eine Bergmesse statt.
Wer das Traunviertel erleben will, fährt am besten nach Molln. Die beschauliche Gemeinde an der Steyr pflegt noch Traditionen wie das Flößen. Einst ein wichtiger Transportweg, ist das Floßfahren heute eine Attraktion für erlebnishungrige Besucherinnen und Besucher. Floßmeister Fritz Dirninger, ein Original aus der Gegend, baut mit ihnen händisch ein Floß zusammen und fährt dann wie in früheren Tagen die Steyr hinunter. Der Landwirt Benjamin Kirchweger betreut ein Kraftwerk, das aus dem Jahr 1936 stammt. Michaela Hollbuchner ist Sennerin und Hüttenwirtin und verwirklicht sich auf der Alm ihren Lebenstraum. Legendär waren einst die sogenannten blauen Sensen - noch bis vor hundert Jahren wurden sechs Millionen davon aus oberösterreichischen Schmieden exportiert. Der Betrieb von Johann Schmidberger hat sogar einst die Harnische für die vatikanische Schweizergarde hergestellt. Alfred Fürschuß kennt als Holzschnitzer noch die alten Arbeitsumstände der Holzknechte - damals war noch Sechzigstundenwoche. Auch Fritz Kammerhuber, der Obmann des Wilderermuseums, weiß noch von den alten Zeiten zu erzählen. R: Markus Fischer
Das Osterfest in der Steiermark ist von viel Tradition und Brauchtum geprägt. In Fischbach findet seit über 20 Jahren der Osterhasenkirtag statt. Die Fischbacher Tanzlmusi sorgt für gute Stimmung, während Robert Haider ein 15kg schweres Osterkipferl bäckt und an die Besucher des Kirtags verteilt. Charakteristisch für Fischbach sind auch die hunderten Holzosterhasenfiguren, die durch den Ort verteil aufgestellt sind. Erika Schöngrundner stellt seit den Anfangstagen des Kirtags solche her. In Stübing in der Steiermark befindet sich eines der größten Freilichtmuseen Europas. Hier wird auch Brauchtum gelebt. Am schmerzhaften Freitag, dem Freitag vor dem Palmsonntag, treffen sich hier jedes Jahr um fünf Uhr in der Früh Menschen, um gemeinsam Palmbuschen zu binden. Der Volksmund spricht den Palmbuschen, die noch vor Sonnenaufgang gebunden werden, besondere Kraft zu. Der Heimatdichter Peter Rinner aus Gratkorn weiß einige Bräuche mit viel Ironie zu erzählen. Als Kind konnte er sich schwer vorstellen, dass die Glocken am Gründonnerstag nach Rom fliegen würden. Sie seien doch viel zu schwer - und außerdem: Was hätten sie dort verloren? Osterfleisch, Weihfeuer und Fleischweihe, Palmkätzchen und Ostereier sind heute vielen Menschen ein Begriff, die Geheimnisse, die sie umgeben, sind aber vielerorts vergessen.
Bevor in Filzmoos der Tourismus einzog, lebte der Ort von seinen Bergbauern. Das alte Filzmoos gibt es noch immer, wenn auch nur mehr in kleinen Rückzugsbereichen: Hier leben und arbeiten die Menschen noch so wie zur Zeit der Großeltern. Der technische Fortschritt hat auf den steilen Hängen nur wenig Platz. Christian Papke portraitiert das Landleben hier im Pongau am Fuß des Dachsteins. Er porträtiert mehrere Familien, die hier die Almen bewirtschaften und die bei aller körperlicher Anstrengung jeden Tag so etwas wie Eins-Sein mit sich empfinden.
Wer das Traunviertel erleben will, fährt am besten nach Molln. Die beschauliche Gemeinde an der Steyr pflegt noch Traditionen wie das Flößen. Einst ein wichtiger Transportweg, ist das Floßfahren heute eine Attraktion für erlebnishungrige Besucherinnen und Besucher. Floßmeister Fritz Dirninger, ein Original aus der Gegend, baut mit ihnen händisch ein Floß zusammen und fährt dann wie in früheren Tagen die Steyr hinunter. Der Landwirt Benjamin Kirchweger betreut ein Kraftwerk, das aus dem Jahr 1936 stammt. Michaela Hollbuchner ist Sennerin und Hüttenwirtin und verwirklicht sich auf der Alm ihren Lebenstraum. Legendär waren einst die sogenannten blauen Sensen - noch bis vor hundert Jahren wurden sechs Millionen davon aus oberösterreichischen Schmieden exportiert. Der Betrieb von Johann Schmidberger hat sogar einst die Harnische für die vatikanische Schweizergarde hergestellt. Alfred Fürschuß kennt als Holzschnitzer noch die alten Arbeitsumstände der Holzknechte - damals war noch Sechzigstundenwoche. Auch Fritz Kammerhuber, der Obmann des Wilderermuseums, weiß noch von den alten Zeiten zu erzählen. R: Markus Fischer
Das Osterfest in der Steiermark ist von viel Tradition und Brauchtum geprägt. In Fischbach findet seit über 20 Jahren der Osterhasenkirtag statt. Die Fischbacher Tanzlmusi sorgt für gute Stimmung, während Robert Haider ein 15kg schweres Osterkipferl bäckt und an die Besucher des Kirtags verteilt. Charakteristisch für Fischbach sind auch die hunderten Holzosterhasenfiguren, die durch den Ort verteil aufgestellt sind. Erika Schöngrundner stellt seit den Anfangstagen des Kirtags solche her. In Stübing in der Steiermark befindet sich eines der größten Freilichtmuseen Europas. Hier wird auch Brauchtum gelebt. Am schmerzhaften Freitag, dem Freitag vor dem Palmsonntag, treffen sich hier jedes Jahr um fünf Uhr in der Früh Menschen, um gemeinsam Palmbuschen zu binden. Der Volksmund spricht den Palmbuschen, die noch vor Sonnenaufgang gebunden werden, besondere Kraft zu. Der Heimatdichter Peter Rinner aus Gratkorn weiß einige Bräuche mit viel Ironie zu erzählen. Als Kind konnte er sich schwer vorstellen, dass die Glocken am Gründonnerstag nach Rom fliegen würden. Sie seien doch viel zu schwer - und außerdem: Was hätten sie dort verloren? Osterfleisch, Weihfeuer und Fleischweihe, Palmkätzchen und Ostereier sind heute vielen Menschen ein Begriff, die Geheimnisse, die sie umgeben, sind aber vielerorts vergessen.
Wer das Traunviertel erleben will, fährt am besten nach Molln. Die beschauliche Gemeinde an der Steyr pflegt noch Traditionen wie das Flößen. Einst ein wichtiger Transportweg, ist das Floßfahren heute eine Attraktion für erlebnishungrige Besucherinnen und Besucher. Floßmeister Fritz Dirninger, ein Original aus der Gegend, baut mit ihnen händisch ein Floß zusammen und fährt dann wie in früheren Tagen die Steyr hinunter. Der Landwirt Benjamin Kirchweger betreut ein Kraftwerk, das aus dem Jahr 1936 stammt. Michaela Hollbuchner ist Sennerin und Hüttenwirtin und verwirklicht sich auf der Alm ihren Lebenstraum. Legendär waren einst die sogenannten blauen Sensen - noch bis vor hundert Jahren wurden sechs Millionen davon aus oberösterreichischen Schmieden exportiert. Der Betrieb von Johann Schmidberger hat sogar einst die Harnische für die vatikanische Schweizergarde hergestellt. Alfred Fürschuß kennt als Holzschnitzer noch die alten Arbeitsumstände der Holzknechte - damals war noch Sechzigstundenwoche. Auch Fritz Kammerhuber, der Obmann des Wilderermuseums, weiß noch von den alten Zeiten zu erzählen. R: Markus Fischer
Das Osterfest in der Steiermark ist von viel Tradition und Brauchtum geprägt. In Fischbach findet seit über 20 Jahren der Osterhasenkirtag statt. Die Fischbacher Tanzlmusi sorgt für gute Stimmung, während Robert Haider ein 15kg schweres Osterkipferl bäckt und an die Besucher des Kirtags verteilt. Charakteristisch für Fischbach sind auch die hunderten Holzosterhasenfiguren, die durch den Ort verteil aufgestellt sind. Erika Schöngrundner stellt seit den Anfangstagen des Kirtags solche her. In Stübing in der Steiermark befindet sich eines der größten Freilichtmuseen Europas. Hier wird auch Brauchtum gelebt. Am schmerzhaften Freitag, dem Freitag vor dem Palmsonntag, treffen sich hier jedes Jahr um fünf Uhr in der Früh Menschen, um gemeinsam Palmbuschen zu binden. Der Volksmund spricht den Palmbuschen, die noch vor Sonnenaufgang gebunden werden, besondere Kraft zu. Der Heimatdichter Peter Rinner aus Gratkorn weiß einige Bräuche mit viel Ironie zu erzählen. Als Kind konnte er sich schwer vorstellen, dass die Glocken am Gründonnerstag nach Rom fliegen würden. Sie seien doch viel zu schwer - und außerdem: Was hätten sie dort verloren? Osterfleisch, Weihfeuer und Fleischweihe, Palmkätzchen und Ostereier sind heute vielen Menschen ein Begriff, die Geheimnisse, die sie umgeben, sind aber vielerorts vergessen.
Die Zeit ihrer Hochblüte ist bei den Tiroler Städten Schwaz und Hall schon vor Jahrhunderten zu Ende gegangen. Die Spuren jedoch, die der Silberreichtum und der Salz-Segen hinterließen, haben in ihren Bauwerken als steinerne Zeugen die Zeiten überdauert und erfreuen in unseren Tagen Augen und Gemüter der Menschen. Das Zusammenspiel von historischer und landschaftlicher Schönheit, überragt von den Karwendelbergen mit dem markanten Bettelwurf, lässt eine gute klingende Stunde erwarten. Regie führt Elisabeth Eisner.