3SAT
3SAT Mo. 07.04.
Doku
Wüstenelefanten holen sich die Feuchtigkeit aus ihrer Nahrung. Sie müssen nur alle vier Tage trinken. Im Trockental des Hoanib kennen sie alle Wasserlöcher. ZDF/Andreas Kieling
Der dunkle Fleck am Auge deutet darauf hin, dass der Bulle sich in der Musth befindet. Der Testosterongehalt im Blut ist in dieser Zeit 50 Mal höher als sonst - die Bullen wollen sich paaren. ZDF/Andreas Kieling
Der Kehlsack der Krauskopfpelikane fasst bis zu 14 Liter Wasser und dient als Kescher beim Fischfang. Während der Paarungszeit färbt sich der Hautsack in ein leuchtendes Orange. ZDF/Andreas Kieling
Keine andere Affenart der Welt lebt so weit im Norden wie die Japanmakaken. Nicht nur Andreas Kieling, sondern auch die Affen nutzen die heißen Quellen auf der Insel Honshu zum Baden. ZDF/Frank Gutsche
Krauskopfpelikane schaffen elegante Landungen trotz ihres Gewichts von 13 Kilogramm. Andreas Kieling hat die Vögel am Kerkinisee im Norden Griechenlands gefilmt. ZDF/Andreas Kieling
Der flache und fischreiche Kerkinisee bietet den Krauskopfpelikanen ideale Bedingungen. Rund 200 Paare kommen jedes Jahr hierher, um zu balzen und um ihre Jungen großzuziehen. ZDF/Andreas Kieling
Japans Schneeaffen wärmen sich im Winter nicht nur im bis zu 42 Grad heißen Wasser auf, sie trinken es auch in kleinen Schlückchen wie Tee. Hier gilt das Interesse des Makaken allerdings dem seltsamen Gast im Pool, Andreas Kieling. ZDF/Frank Gutsche
In der ältesten Wüste der Erde, der Namib, leben noch etwa 600 Wüstenelefanten. Sie sind etwas kleiner als ihre Verwandten aus der afrikanischen Savanne. ZDF/Andreas Kieling
Die Möwen werden von den Krauskopfpelikanen als Futterkonkurrenten scharf beobachtet. Bis zu 1,5 Kilogramm Fisch verspeist ein erwachsener Krauskopfpelikan am Tag. ZDF/Andreas Kieling
Mit 3,4 Metern Flügelspannweite sind die Krauskopfpelikane die größten ihrer Art. Es gibt sie nur noch selten. Einige überwintern am Kerkinisee im Norden Griechenlands. ZDF/Andreas Kieling

Kielings wilde Welt: Die Überlebenskünstler

  • 44'
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Tiere

Inhalt

Auf unserem Planeten gibt es mindestens fünf Millionen verschiedene Arten und damit auch fünf Millionen verschiedene Wege, am Leben zu bleiben. Andreas Kieling zeigt dazu spannende Beispiele. Auch diesmal sind die Expeditionsziele des Tierfilmers sehr unterschiedlich, meist entlegene Orte, fast menschenleer und wild: der Ozean vor Neuseeland, Transkarpatien, das Hoanibtal in Namibia, heiße Quellen in Japan und der Kerkini-See im Norden Griechenlands. Im Norden Neuseelands trifft Andreas Jochen Zaeschmar. Der gebürtige Ostfriese lebt dort auf einem Segelboot und erforscht Kleine Schwertwale. Niemand auf der Welt weiß mehr über die Kleinen Schwertwale als der deutsche Meeresbiologe. Die geheimnisvollen Bewohner der Tiefsee tauchen meistens nur zur Hochsaison in den Gewässern Neuseelands auf. Wer sie dort sichtet, findet sie oft in Begleitung von Großen Tümmlern. Durch seine jahrelangen Beobachtungen hat Jochen Zaeschmar herausgefunden, dass die beiden Arten gern in engen sozialen Gemeinschaften schwimmen. Vom Wasserparadies Neuseelands geht es in ein Tal in der ältesten Wüste der Erde. Im Trockenflusstal des Hoanib trifft Andreas Kieling auf eine Familie der letzten 600 Wüstenelefanten Namibias. Auch diesmal kommt der Tierfilmer ungewöhnlich nah an die Elefanten heran. So gelingt es, sie dabei zu beobachten, wie und wo sie bei Temperaturen von durchschnittlich 40 Grad Celsius Wasser finden oder auf alternative Weise Flüssigkeit zu sich nehmen, ohne tatsächlich einen einzigen Tropfen zu trinken. Alle vier Tage allerdings muss auch ein Wüstenelefant an ein "richtiges" Wasserloch. An einer dieser Oasen wird Andreas Kieling Zeuge eines Kampfes zweier rivalisierender Elefantenbullen. Im Dreiländereck Mazedonien - Bulgarien - Griechenland filmt Andreas Kieling sehr seltene Pelikane mit eigenartigen Frisuren. Im Naturparadies Kerkini-See lebt eine kleine Population der Krauskopfpelikane. Sie sind die größten unter den Pelikanen, und viele Ornithologen behaupten, sie seien auch die schönsten. Früher gab es den Krauskopfpelikan überall auf der Nordhalbkugel. Heute sind nur noch wenige Populationen übrig, vor allem in ehemaligen Ländern der Sowjetunion und der Türkei. Bei allerschönstem Sonnenschein gelingen atemberaubende Zeitlupenaufnahmen der imposanten Vögel. Die Zuschauer erfahren auch, warum es dem seltenen Pelikan ausgerechnet an einem Stausee in Nordgriechenland so gut gefällt. In Japan besucht Andreas Kieling stark behaarte Nutzer eines Freiluft-Spas. Bei minus 25 Grad Celsius ist das Baden in heißen Quellen die liebste Freizeitbeschäftigung der Schneeaffen. Und: Was die können, kann ein verfrorener Tierfilmer schon lange. Das letzte Reiseziel dürfte den meisten Europäern völlig unbekannt sein: Transkarpatien, früher auch Huzulei genannt, im westlichsten Zipfel der Ukraine. Eine geheimnisvolle Region in außergewöhnlicher Lage. Transkarpatien blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Allein im 20. Jahrhundert änderte sich die Staatszugehörigkeit sechs Mal. Viele Bewohner haben die Region nie verlassen, sind aber in Österreich geboren, in der Tschechoslowakei zur Schule gegangen, haben in Ungarn ihre Kinder geboren, in der Sowjetunion gearbeitet und verbringen in der Ukraine ihren Lebensabend. Diese besondere Grenzlage hat sich auch auf die Waldnutzung ausgewirkt. Bis heute hat dort uraltes Naturerbe überlebt: Dort besucht Andreas Kieling die letzten Fichten- und Buchen-Urwälder des europäischen Kontinents. In "Kielings wilde Welt" besucht der Tierfilmer einige stark bedrohte Arten und dokumentiert deren ungewöhnliche Überlebensstrategien. Die Tiere sind oft bestens an ihre Umgebung angepasst, aber fast überall zerstört der Mensch ihren Lebensraum. International operierende Wissenschaftler und Artenschützer versuchen, Schlimmeres zu verhindern und lassen Andreas Kieling an ihren Projekten teilhaben. Das ermöglicht ihm einen sehr exklusiven Zugang zu bestimmten Orten und Arten. Hochwertige 3D-Grafiken visualisieren Bestandsentwicklungen einiger gefährdeter Arten, aber auch aktuellste oder verblüffende Forschungsergebnisse. Ästhetische Highspeed-Aufnahmen, atemberaubend schöne Zeitraffer, intime Bilder einer Nestkamera, brillante NASA-Bilder aus dem Weltraum und Luftaufnahmen lassen die Zuschauer staunen. Sie befeuern die Träume von Sehnsuchtsorten wie der Wüste, verwunschenen Urwäldern und glitzernden Wasserparadiesen.

Sendungsinfos

Von: Iris Gesang, Andreas Kieling VPS: 07.04.2025 13:20, Untertitel, Stereo
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